Nahezu alle ATX-Unternehmen haben in diesem Jahr zweistellig verloren. Mit einem Minus von über 80 Prozent war Raiffeisen International (RI) die größte Jahresverliererin - der Börsenwert der Bank ging 2008 um rund 13 Milliarden auf drei Milliarden Euro zurück. Weltweit wurden 2008 alle Bank-Aktien nach unten geprügelt, bevor die Staatspakete geschnürt wurden. Die rote Laterne auf Jahressicht hielt in Österreich Erste Group in der Hand. Die Titel büßten rund 67 Prozent ein, der Börsenwert der Bankengruppe ging auf weniger als fünf Milliarden Euro zurück. OMV verlor etwa 66 Prozent auf fünf Milliarden Euro. Voestalpine-Aktien brachen um 69 Prozent ein, der Börsenwert des Stahlkonzerns rutschte auf 2,5 Miiliarden Euro ab. Im Vergleich gut abgeschnitten hat Verbund, der an der Börse fast ein Drittel auf zehn Milliarden Euro verlor. Im grünen Bereich schloss lediglich die Post, die rund ein Prozent gutmachte.
2008 war das siebente Jahr, in dem der ATX mit einem Minus aus dem Handel ging. Das letzte Mal schloss die Wiener Börse 2000 im roten Bereich. In den ersten beiden Jahren verlor der Leitindex ebenfalls. 1991 beendete er das Jahr mit nur 883,25 Punkten - ein Jahresminus von 11,7 Prozent. 1992 ging die Talfahrt (minus 15,4 Prozent) dann weiter, bevor der ATX im darauffolgenden Jahr wieder 51 Prozent gutmachte.
Ab 2001 ging es dann so richtig los mit den Gewinnen. 2004 und 2005 schoss der ATX sogar um jeweils mehr als 50 Prozent nach oben. Ende 2007 notierte das Wiener Börse-Barometer bei 4.512,98 Punkten, aktuell (Ende 2008, 30. Dezember, 14:45 Uhr) nur mehr bei 1.750 Punkten. In diesem Jahr folgte ein historischer Tagesverlust dem anderen.
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