Vereisungsproblem?
Eine “Blackbox” des versunkenen Airbus geborgen
Von der Auswertung der beiden "Blackboxen" erhoffen sich die Experten Aufschluss über den Unfallhergang. Die Staatsanwaltschaft leitete routinemäßig Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein. Klare Hinweise auf die Unfallursache gibt es offenbar noch nicht.
Die Experten gehen auch der Frage nach, ob die Vorrichtungen zur Enteisung des Flugzeug versagt haben könnten. Die A320 der Air New Zealand war beim Landeanflug auf Perpignan plötzlich steil aufgestiegen und dann wie ein Stein ins etwa 40 Meter tiefe Meer gestürzt. Die Piloten gaben kein Notsignal. Sie hatten wenige Minuten vor dem Absturz ganz normal mit den Fluglotsen gesprochen. Taucher der Gendarmerie bargen am Samstag zahlreiche kleine Wrackteile. Von den fünf noch vermissten Insassen gab es keine Spur - und damit kaum noch Hoffnung für sie. Zwei Leichen waren bereits am Donnerstagabend kurz nach dem Absturz geborgen worden. An der Suche und Bergung beteiligten sich auch ein Minensucher, ein Aufklärungsflugzeug und ein Hubschrauber. Die erst drei Jahre alte A320 war am Donnerstag kurz vor 17.00 Uhr beim Landeanflug auf Perpignan ins Mittelmeer gestürzt.
A320 auf Übergabeflug nach Frankfurt
Zur Zeit des Absturzes herrschte gutes Wetter. Es war aber kalt, sodass die Gefahr bestand, dass sich Eis auf dem Flugzeug bildet. Daher muss geprüft werden, ob die Enteisung der Triebwerke und Flügel funktionierte. Das bisher von der deutschen XL Airways angemietete Flugzeug war auf einem Übergabeflug nach Frankfurt. Es war gerade gewartet und auf die Farben des Eigners Air New Zealand umgespritzt worden.
Bei einem Übergabeflug wird noch einmal geprüft, ob alles funktioniert. Auch bei der vorangehenden Wartung können aber Pannen passieren. So muss darauf geachtet werden, dass alle bewegten Teile wieder korrekt am Platz sitzen und kein Klebeband vergessen wurde. Eine Ariane-Rakete war einst beim Start explodiert, weil Techniker einen Putzfetzen in der Treibstoffleitung vergessen hatten. Eine Qantas-Maschine mit 168 Passagieren musste am Freitag in Australien notlanden, weil bei der Wartung ein Motor nicht geölt worden war.







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