"Der Favorit heißt eindeutig Sturm. Die Steirer haben eine Superserie, auch gegen uns", meinte Schinkels, dessen Team die jüngsten vier Spiele gegen Sturm bei einem Torverhältnis von 1:10 verloren hat. In der laufenden Saison siegten die Grazer 2:0 (in Graz) und 3:0 (in Klagenfurt). Schinkels erinnert sich nicht allzu gerne an diese Partien. "Sturm war in diesen Spielen über die gesamte Zeit besser." Um die Grazer (zuletzt sieben Siege, ein Remis) zu bremsen, müsse man "selber kreativ sein und selber Spiellaune zeigen", besondere Vorsicht müsse man natürlich gegenüber Mario Haas, Samir Muratovic und Senkrechtstarter Andreas Hölzl an den Tag legen.
Beachtliche Erfolge
Franco Foda feiert mit Sturm trotz finanzieller Engpässe und zahlreicher Abgänge seit Jahren beachtliche Erfolge. Eine Tatsache, die den Deutschen natürlich auch für andere Arbeitgeber interessant macht. So wird der 42-Jährige immer öfter als potenzieller ÖFB-Teamchef gehandelt, jetzt soll Foda auch als Nachfolger von Armin Veh beim VfB Stuttgart im Gespräch sein. Foda nimmt diese Spekulationen gelassen, aber auch als Kompliment zur Kenntnis. "Natürlich ist so etwas schön, denn es spricht für die Arbeit des gesamten Vereins. Aber ich beschäftige mich erst dann mit diesen Dingen, wenn Fakten auf dem Tisch liegen, also wenn persönlich gesprochen wird. Und das war noch nicht der Fall." Fodas Vertrag in der Steiermark läuft bis 2010.
Foda über Kärntner: "Eingespielte Mannschaft"
Sturm - vergangene Saison sogar "Winterkönig", am Ligaende dann auf Rang vier - ist mit fünf Siegen und vier Niederlagen das beste Auswärtsteam der Liga. "Egal ob daheim oder auswärts, wir wollen in jedem Spiel agieren und gewinnen", stellte Foda klar, dass eigentlich kein Unterschied zwischen Heim- und Auswärtsmatch besteht. Dass sein Team Favorit sein soll, stört den Deutschen daher nicht weiter, der Coach meinte jedoch Richtung Kärntner: "Sie haben eine eingespielte Mannschaft mit einem guten Trainer und vielen erfahrenen, guten Spielern."
"Wir fahren selbstbewußt nach Kärnten"
Das 2:2 nach 2:0-Führung vom vergangenen Sonntag daheim gegen Rapid hat Foda längst abgehakt. "So etwas passiert hundertmal im Fußball. Wir fahren selbstbewusst nach Kärnten", so Foda, der auf den gesperrten Marco Stankovic verzichten muss. Fodas Schützling Hölzl hat vor ziemlich genau einem Jahr mit Wacker Innsbruck 2:0 in Klagenfurt gewonnen und dabei ein Tor erzielt, mit Ferdinand Feldhofer hat damals auch den zweiten Treffer ein nunmehriger Sturm-Kicker beigesteuert.
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