Erst vor ein paar Tagen stand ein mutmaßlicher Dealer vor Gericht, der in St. Ruprecht einen gefährlichen Drogenmix verkauft haben soll. Die Ermittlungsarbeit in dem Bezirk gestaltet sich jedoch schwierig. "Es hat sich so etwas wie ein Ameisenhandel aufgebaut. Es gibt viele Dealer, die aber nur kleine Mengen Kokain, Heroin und Cannabis mit sich führen. Dementsprechend gering sind auch die Strafen", berichtet ein Ermittler.
Sonderkommission gegründet
"Die Zahl der Delikte ist im Steigen. Seit einem Jahr hat es mehr als 50 Anzeigen gegeben", heißt es beim Landespolizeikommando. Daher hat die Polizei im Jänner auch eine Sonderkommission eingerichtet, bei der Klagenfurter Kriminalisten und Beamte des Landeskriminalamtes gemeinsam dem Drogenhandel in St. Ruprecht den Kampf angesagt haben.
Ausgeklügeltes Drogen-Vertreibsnetz
"Ein großer Teil der Dealer sind Schwarzafrikaner. Dass soll aber nicht heißen, dass jeder Afrikaner gleich ein Drogendealer ist", betont Hannes Lassing vom Kriminaldienst in Klagenfurt. Trotz intensiver Polizeiarbeit ist es den Dealern gelungen, in den vergangenen Monaten ein ausgeklügeltes Vertriebsnetz für die Drogen aufzubauen. "Das Suchtgift kommt vor allem aus Wien, Graz oder München. In St. Ruprecht wird ein Teil der Drogen gestreckt", sagt Christian Martinz, Leiter der Suchtgiftgruppe des LKA.
von Thomas Leitner/Kärntner Krone und kaerntnerkrone.at
Symbolbild
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