So, 23. September 2018

Düstere Prognosen

31.10.2008 09:27

Arbeitsmarktlage wird sich deutlich verschlechtern

Die Zeichen stehen auf Sturm! Wenn heute, Freitag, die neuesten Arbeitsmarktzahlen eintreffen, wird es auch erstmals schwarz auf weiß zu lesen sein: Die Krise ist da. Der Chef des Arbeitsmarktservice Kärnten, Josef Sibitz, rechnet sogar mit einem kurzfristigen Verlust von mindestens 1.000 Arbeitsplätzen.

Infineon in Villach bietet dem Stammpersonal einen "golden handshake" zu lukrativen Bedingungen an, Mahle in Unterkärnten baut hunderte Leiharbeiter ab. In dieser Tonart geht es dahin. Sibitz: "Es erreichen uns sehr viele Frühwarnmeldungen und zwar quer durch den Gemüsegarten." Der Beschäftigungsexperte bringt es auf den Punkt: "Die Arbeitsmarktlage wird sich deutlich verschlechtern, unter dem Strich gehen in naher Zukunft sicher 1.000 Jobs verloren."

Auch Bauwirtschaft betroffen
Und noch etwas droht der krisengebeutelten Wirtschaft: ein schneereicher Winter. Sibitz: "Dann erwischt es auch die Bauwirtschaft, die im Vorjahr ja praktisch durcharbeiten hat können."

Arbeitslosigkeit über zehn Prozent
Neben der Autozulieferindustrie, die in Kärnten etwa 4.000 Menschen Arbeit gibt, sind es vor allem die Leiharbeiter, die es als erste trifft. Davon gibt es in Kärnten 5.649, das sind 2,6 Prozent aller Beschäftigten. "Auch diese Beschäftigten brauchen ja wieder neue Arbeitsplätze. Es ist egal, ob Leih- oder Fixarbeiter." Die Arbeitslosigkeit könnte im Winter, so Sibitz, "deutlich über zehn Prozent liegen."

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone

Symbolfoto

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kärnten
Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.