Falscher Doktor?

Justiz ermittelt gegen Kärntner Mediziner

Kärnten
02.10.2008 19:35
Weil er einen Doktor-Titel führt, an Österreichs Universitäten aber nicht promoviert hat, ist ein Klagenfurter ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Aufgefallen ist der "Doktor" (für den die Unschuldsvermutung gilt), weil er kräftig die Werbetrommel für seine Ausbildungs-Einrichtung für Gesundheitsberufe gerührt hatte.

"Wegen seiner Ausbildungsangebote, zum Beispiel zum diplomierten Wirbelsäulentrainer, hat er bei der Bezirkshauptmannschaft Villach ein Ansuchen gestellt", erklärt Hugo Tschernutter, Leiter der Gesundheitsabteilung in der Landesregierung. 

Bei Universitäten unbekannt
Der "Doktor" sei den Villacher Beamten allerdings dubios vorgekommen, weshalb die Gesundheitsabteilung den Klagenfurter genau unter die Lulpe nahm. Terschnutter: "Es hat sich herausgestellt, dass er bei den Universitäten unbekannt ist. Wir haben den Fall bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht." 

"Doktor" spricht von Verwechslung
Der "Doktor", um den es geht, ist hingegen fest davon überzeugt, dass es sich um eine Verwechslung handelt: "Den Titel habe ich in Frankreich, im Bereich Ernährungswissenschaften, erworben." Seine Behauptung, er sei nie als Doktor aufgetreten, wird jedoch klar durch Zeitungs- und Interneteinschaltungen wiederlegt. 

Verfahren wegen Urkundenfälschung
Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt. "Es läuft ein Verfahren wegen Urkundenfälschung", bestätigt der Ankläger Friedrich Borotschnik. 

Von Thomas Leitner und Kerstin Wassermann/Kärntner Krone

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