Mi, 19. Dezember 2018

Ziel: Gesamtweltcup

01.10.2008 18:27

Schönfelder will im Slalom wieder zur Weltspitze

Beim Kärntner Skiass Rainer Schönfelder laufen die Vorbereitungen für den Weltcup-Auftakt am 25. und 26. Oktober in Sölden auf Hochtouren. Am Mittwoch trainierte er mit einigen ÖSV-Kollegen auf dem Mölltaler Gletscher. Kommende Woche testen Schönfelder & Co. bereits vor Ort in Sölden ihre Form. Nach seinem Materialwechsel von Fischer zu Head bastelt der Kärntner weiter eifrig an seinem Ziel, den Gesamtweltcup zu gewinnen.

Auf die Frage, ob er sich in der anstehenden WM-Saison 2008/09 als gefährlicher Underdog im Kampf um die Große Kristallkugel sieht, antwortete Schönfelder mit einem klaren "Ja, sonst würde ich mir das alles nicht antun".

Schönfelder entwickelte neuen Slalom-Ski
Der Transfer zu Head hat einmal mehr den Tüftler im 31-Jährigen geweckt. "Eine neue Motivation, die mir von Anfang an Riesenspaß gemacht hat." Head ist vor allem im Speed-Bereich seit Jahren in der Weltspitze etabliert. Schönfelder stellte sich nun der Herausforderung, gemeinsam mit Gesamtweltcupsieger Bode Miller (USA) einen Slalom-Ski der Extraklasse zu entwickeln.

"Hüpfe nicht dorthin, wo alle hinhüpfen"
Nachdem Head im engen Stangenwald noch ein recht unbeschriebenes Blatt ist, ging der gebürtige Bleiburger bewusst ein gewisses Risiko ein. "Aber ich gehe in solchen Sachen immer antizyklisch vor. Ich hüpfe nicht dorthin, wo alle hinhüpfen. Und wenn sich zwei auf ein Packerl hauen, die unbedingt ein Ziel erreichen wollen, dann kann nur etwas Gutes dabei rauskommen."

Begeisterung für den neuen Rennstall
Noch im Frühjahr hatten Miller und Schönfelder im Kaunertal 50 Paar Slalom-Skier getestet, im Laufe des Sommers wurde die Entwicklung dann individueller. "Weil Bode und ich ganz andere Slalom-Skier fahren", erklärte Schönfelder, der von seinem neuen Rennstall hellauf begeistert ist. "Die Leute bei Head haben einen anderen Zugang. Es ist unglaublich, die arbeiten so, als würden sie selbst an den Start gehen."

Starke Trainingszeiten lassen viel erwarten
Mit Head will Schönfelder in seiner Paradedisziplin Slalom wieder den Anschluss an die Weltspitze finden, in der vergangenen Saison hatte er gerade einmal 159 Weltcup-Punkte zusammengekratzt und in der Disziplinenwertung nur Rang 17 erreicht. Jedoch lassen die kolportierten Trainingszeiten bei Rainer's Fangemeinde bereits große Hoffnungen auf eine klare Steigerung im Slalom aufkeimen.

Slalom soll wieder Trumpf sein
"Ich möchte das Projekt Gesamtweltcup über meine Kerndisziplin Slalom starten", so Schönfelder, der in der Vorsaison mit tollen Abfahrtsergebnissen (vor allem Rang vier in Chamonix) für Aufsehen gesorgt hatte. "Vergangene Saison habe ich mir die guten Kombi-Ergebnisse über die Abfahrt geholt, und das kann es ja wirklich nicht sein", meinte der Sieger von fünf Weltcup-Slaloms und Slalom-Gesamtsieger 2004.

Schweren Trainingsunfall abgehakt
Seinen heftigen Trainingssturz im Sommer in Zermatt hat Schönfelder, der mindestens bis zur WM 2013 in Schladming weiterfahren will, abgehakt. Bei seinem Abflug in der Schweiz hatte er sich ein Schleudertrauma, eine Beckenprellung und eine schwere Knieprellung zugezogen. "Ich hatte Glück, aber Glück braucht man immer im Leben", so Schönfelder, der stets betont, dass Gesundheit die wichtigste Basis für all seine sportlichen Pläne ist.

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