Umweltprüfung?

Bürgermeister hält UVP bei Stadion nicht für nötig

Kärnten
27.08.2008 15:21
Kommenden Montag fällt die Entscheidung: Dann wird sich der Klagenfurter Stadtsenat festlegen müssen, ob das EM-Stadion zurückgebaut wird. Damit ist die Zukunft der Arena aber noch lange nicht besiegelt: Entscheiden sich die Politiker für eine große Vatiante, müsste das Stadion eine teure Umweltprüfung bestehen.

Wie berichtet, stehen ja sechs Varianten - mit 12.000 bis zu 30.772 Sitzplätzen - zur Auswahl. Und sollten sich die Politiker, wie es derzeit aussieht, für eine Lösung zwischen 19.577 und 30.772 Plätzen entscheiden, müsste die Arena erst eine aufwändige Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bestehen. "In einem Vertrag zwischen der Stadt, dem Land und dem Bund wurde vereinbart, dass eine UVP zwingend notwendig ist, sollte das Stadion nicht wieder auf 12.000 Sitzplätze zurückgebaut werden", erklärt Grünen-Stadträtin Andrea Wulz. 

Wird Umweltprüfung umgangen?
Es gibt aber auch Hinweise, dass Politiker planen, die Umweltprüfung zu umgehen. "Derzeit wird vom Land abgeklärt, ob eine UVP überhaupt notwendig ist. Ich denke nicht, dass dies unbedingt der Fall sein wird", sagt dazu Stadtchef Harald Scheucher. Immerhin hätten sich inzwischen etliche Anrainer mit dem Stadion in der momentanen Größe angefreundet, sogar eine Bürgerinitiative wurde gegründet. "Auch wenn eine UVP notwendig ist, wird diese wohl an die Stadt weitergegeben werden", ergänzt Scheucher. 

Mathiaschitz will UVP
Klar für eine Umweltprüfung spricht sich hingegen Stadt-Vize Maria Luise Mathiaschitz aus: "Eine Umweltprüfung würde zwar etliche 100.000 Euro kosten. Man könnte dann aber objektiv beurteilen, welche Auswirkungen das Stadion auf die Umwelt hat."

von Thomas Leitner, Kärntner Krone

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