Auf den Bauch hören
Wenn du zum ersten Mal mit einer Fragestellung konfrontiert wirst, solltest du deinen ersten Eindruck gedanklich festhalten. Was sagt dein Bauch? Denn oft speichern wir Informationen aus früheren Erlebnissen und Erfahrungen, die nicht gleich wieder bewusst abrufbar sind. Diese spielen sehr wohl, aber unbewusst in die Entscheidungsfindung hinein und äußern sich in dem, was wir als Bauchgefühl kennen.
Die Intuition sollte daher unbedingt beachtet werden, sie weist dir oft den richtigen Weg. Umgekehrt ist die Intuition aber auch in der Schlussphase der Entscheidungsfindung sehr wichtig. Hast du ein schlechtes Gefühl bei einer Entscheidung, solltest du deinen Entschluss noch einmal hinterfragen. Natürlich sollte jede Entscheidung auch auf rationalen Faktoren beruhen. Dabei gibt es Methoden, die dir helfen können, eine Sachlage von vielen verschiedenen Seiten zu beleuchten.
Fakten sammeln
Zunächst solltest du eine Liste mit allen Faktoren erstellen, die in deine Entscheidung hineinspielen. Bezogen auf ein Projekt wie beispielsweise den Ankauf einer Maschine können das Kosten, Erträge, Einsatzmöglichkeiten, Verbrauch, Wartungskosten, Personalbedarf oder Ähnliches sein. Diese solltest du nach Priorität sortieren, und die absoluten KO-Kriterien definieren: Was muss auf jeden Fall gegeben sein, was darf keinesfalls gegeben sein?
Dann gilt es, die entsprechenden Fakten zu den einzelnen Varianten zu organisieren und damit die Entscheidungsmöglichkeiten nach klar festgelegten Kriterien zu bewerten, einander gegenüber zu stellen. So kannst du deine Favoriten auswählen und die Alternativen einschränken, bis du schließlich zur objektiv richtigen Lösung gelangst.
Plus-Minus-Liste
Sehr einfach, aber auch sehr effektiv ist die gute alte Plus-Minus-Liste. Hier richtest du deinen Fokus zunächst auf die Vorteile einer Sache, dann auf die Nachteile. Das spielst du für alle Alternativen durch. Dann gehst du sämtliche Punkte durch, und vergibst Prioritäten: 6 Punkte bedeutet „sehr wichtig“, 2 Punkte „nicht wichtig“. Anschließend zählst du in allen Varianten jeweils die Plus- und Minus-Punkte zusammen, und subtrahierst das Ergebnis der Minus-Seite von jenem der Plus-Seite.
Ist das Ergebnis positiv, dann kommt die Variante grundsätzlich in Frage, alle negativen Ergebnisse scheiden aus. Meist kristallisiert sich auf diese Weise ein Favorit heraus. Sind zwei Varianten in ihrem Ergebnis sehr ähnlich, kannst du zusätzliche Fakten sammeln, um zu einer besseren Entscheidung zu gelangen.
Das Gespräch suchen
Wenn du dich von einer Entscheidung überfordert fühlst, kannst du dir durchaus Unterstützung ins Boot holen. Überlege dir, wer sich auf dem Gebiet gut auskennt und wer dich gezielt unterstützen kann. Denn oft ergeben sich durch ein Gespräch neue Perspektiven, und du kannst von den Erfahrungswerten anderer profitieren. Dabei kann es durchaus hilfreich sein, sich mit Menschen zu unterhalten, die keine Experten für die Fragestellung sind, denn sie haben oft einen ungetrübten, einfachen Blick auf die Dinge.
Entscheidungen im Schlaf treffen
Wenn du dich von den Alternativen erschlagen fühlst, dann lege das Thema zur Seite. Entspanne dich und denke am Abend vor dem Schlafengehen noch einmal intensiv an deine bevorstehende Entscheidung. Überlege dir jede Alternative noch einmal durch und versuche dann zu schlafen. Dein Unterbewusstsein wird weiterarbeiten und dir vielleicht in der Nacht in Form eines Traumes eine Lösung präsentieren. Oder du wachst in der Früh auf und weißt, was du tun musst. Funktioniert zwar nicht immer, ist aber auf jeden Fall einen Versuch wert.
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