Tödliche Blutsauger
Tollwütige Fledermäuse töten 38 Menschen
Das Forscher-Ehepaar Charles Briggs und Clara Mantini-Briggs sowie der Tollwut-Experte Charles Rupprecht sind davon überzeugt, dass die 38 Todesfälle auf den Ausbruch der Tollwut zurückzuführen sind. Die Symptome sprächen nämlich für sich: Fieber, Schmerzen, Kribbeln in den Füßen, Krämpfe, fortschreitende Lähmung und eine extreme Angst vor Wasser.
Nichts Ungewöhnliches in Südamerika
Durch Vampir-Fledermäuse ausgelöste Tollwut-Ausbrüche sind in den tropischen Gebieten Südamerikas nichts Ungewöhnliches. Bisher waren jedoch hauptsächlich Brasilien und Peru davon betroffen. Man geht davon aus, dass die Gefahr in den kommenden Jahren noch ansteigen wird, da der Lebensraum für die Fledermäuse durch zahlreiche Einschnitte in die Natur immer kleiner wird und die Tiere so neue Gebiete und neue Nahrung für sich erobern müssen.
Anpassungsfähige Fledermäuse
"Vampir-Fledermäuse sind sehr anpassungsfähig. Der Mensch ist dazu eine recht einfache Mahlzeit", erklärte Rupprecht. Daher wird befürchtet, dass die Krankheit weiter um sich greift, denn der Kampf gegen die Krankheit und ihre Erreger ist schwierig. Die venezolanischen Behörden versuchen nun, zumindest die medizinische Versorgung in den abgelegenen gefährdeten Landesregionen zu verstärken. Durch das Einfangen von Fledermäusen sollen auch die besonders verseuchten Gegenden bestimmt werden.
"Vorbeugen ist einfach: Man muss verhindern, dass man von einer Fledermaus gebissen wird" - so lautet der einzige Rat, den Tollwut-Experte Rupprecht den Bewohnern der betroffenen Dörfer geben kann.







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