Schwere Vorwürfe

Iran: “Westliche Länder in Anschlag verwickelt”

Ausland
08.05.2008 11:35
Fast vier Wochen nach der Explosion in einer Moschee mit 14 Toten hat die iranische Regierung Vorwürfe gegen die USA und Großbritannien erhoben. Es habe sich um einen Anschlag gehandelt, sagte Geheimdienstminister Gholam Hossein Mohseni Edjehi. Die Täter hätten "Kontakt mit einigen westlichen Ländern" gehabt, vor allem Großbritannien und den USA. Sechs Verdächtige wurden nach Angaben des Ministers festgenommen.

Teheran hatte nach der Explosion in Shiras am 12. April zunächst erklärt, in der südiranischen Stadt sei eine selbst gebaute Bombe detoniert. Später wurde von einer militärischen Ausstellung übriggebliebene Munition verantwortlich gemacht. 14 Menschen kamen ums Leben, mehr als 200 erlitten Verletzungen.

"Komplott vom Feinden"
Innenminister Mostafa Purmohammadi erklärte ebenfalls, in den Zwischenfall seien ausländische Staaten verwickelt gewesen. Es habe sich um "ein Komplott von Feinden der iranischen Nation" gehandelt. Die Täter seien von Ländern unterstützt worden, "die vorgeben, gegen den Terror zu kämpfen und Menschenrechte zu verteidigen", sagte Purmohammadi.

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