"Wir können jetzt sagen, dass der Planet vor mehr als vier Milliarden Jahren in globalem Ausmaße von flüssigem Wasser verändert wurde", erklärte der Wissenschafter John Carter von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.
Im südlichen Hochland des Roten Planeten hatten Raumsonden bereits früher Veränderungen von Felsmineralien durch Wasser ausgemacht. In dieser Woche seien entsprechende Hinweise auch auf der vom Flachland geprägten Nordhalbkugel entdeckt worden, erklärte die ESA. Dort erschweren kilometerdicke Lava- und Sedimentschichten die Suche. Die ESA- Sonde "Mars Express" konnte aber in mindestens neun Kratern, die von Asteroiden in diesen "Panzer" geschlagen wurden, Phyllosilikate (Schichtsilikate) nachweisen, die auf Wasser hindeuten.
Die Messungen stützen die These, dass der Planet früher viel wärmer und feuchter war als heute. Die für Leben günstige Periode dürfte aber nur Dutzende bis einige Hundert Millionen Jahre gedauert haben. Einige Wissenschafter vertreten die These, dass einst ein Ozean die nördlichen Lavaflächen bedeckt hatte (siehe Infobox). Dafür fand die ESA- Sonde aber keinen Hinweis.
Bei der Mars- Erkundung arbeitet die ESA eng mit der amerikanischen Schwesterorganisation NASA zusammen.