Bemannter Raumflug

China schickt im Sommer drei Astronauten ins All

Wissen
17.02.2012 12:05
Noch heuer will China drei Astronauten zu seinem im Weltall kreisenden Modul "Tiangong 1" schicken. Die bemannte Raumkapsel "Shenzhou 9" (links) werde zwischen Juni und August mit einer Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 2F ins All geschossen, teilte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag mit.

Die chinesischen Astronauten sollen manuell an das Modul (im Bild rechts) andocken und dort wissenschaftliche Experimente durchführen. Im vergangenen Jahr dockte die unbemannte Kapsel "Shenzhou 8" (was übersetzt "Magisches Schiff" bedeutet) über Fernsteuerung an "Tiangong 1" ("Himmelspalast") an.

Eigene Raumstation geplant
Bis 2020 will China eine bemannte Raumstation, für die noch ein Name gesucht wird, aufbauen. Einem 18 Meter langen Hauptteil mit 4,2 Meter Durchmesser sollen zwei 14,4 Meter lange Labormodule folgen. Mit 60 bis 70 Tonnen wäre diese Raumstation immer noch klein, zumindest gemessen an den 450 Tonnen der Internationalen Raumstation ISS.

Da dieses Gemeinschaftsprojekt aber bis dahin aufgegeben wird (Bericht in der Infobox), wäre China die einzige Nation mit einem bemannten Außenposten im All. Es wäre ein Riesenerfolg für die junge Raumfahrer-Nation, die 2003 erstmals einen Astronauten im All hatte und technisch noch auf dem Niveau der USA in den 1960er-Jahren liegt.

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