Den Angaben des Ministeriums zufolge beträgt das Haushaltsdefizit 6,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Regierung bleibt aber dennoch optimistisch, das Ziel von 2,9 Prozent des BIP für 2011 noch zu erreichen. Denn die im vergangenen Jahr verstaatlichten privaten Rentenkassen seien noch nicht in die Rechnung einbezogen.
Zuvor meldete die EU- Kommission, dass sie derzeit prüft, ob eine Änderung des ungarischen Gesetzes über die Zentralbank gegen den EU- Vertrag verstößt. Die EU will mit Ungarn so lange nicht über Finanzhilfen sprechen, bis die Zweifel am ungarischen Zentralbankgesetz ausgeräumt sind.
Ungarn hat derzeit große Probleme, seine Staatsschulden zu finanzieren, und ist akut von der Pleite bedroht. Die nationale Währung verlor seit dem Sommer ein Fünftel ihres Wertes, und selbst kurzfristig kann sich das Land auf dem Geldmarkt nur für Zinsen von fast zehn Prozent neues Kapital leihen.