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Täter drehte Video: "Habe das Massaker geplant"
Täter drehte Video: "Habe das Massaker geplant"
Drei Tage nach dem Amoklauf an einer Schule im münsterländischen Emsdetten sind am Donnerstag weitere Einzelheiten zu den Beweggründen des 18-jährigen Täters bekannt geworden. Der Ex-Schüler hinterließ mit einem Abschiedsvideo bewusst Spuren, um sich nach seinem Selbstmord öffentlich zu rechtfertigen.

In dem im Internet verbreiteten Videofilm, der im Wohnzimmer seines Elternhauses in Emsdetten gedreht wurde, nennt er die Gründe für den Hass auf seine frühere Schule. In dem Film trägt Sebastian B. ein schwarzes T-Shirt. Der Amokläufer hatte am Montag in der Schule wahllos um sich geschossen. Insgesamt 37 Menschen wurden verletzt.

"Seit der ersten Klasse ein Verlierer"

In dem Videofilm sagt der 18-Jährige in englischer Sprache, "seit der 1. Klasse war ich ein Verlierer". Er sei getreten und bespuckt worden. Von sich selbst sagt er: "Ich war kein Mensch, ich war göttlich." Und weiter: "Ich habe das Massaker geplant und wollte alle töten." Das Video endet mit dem Satz: "Das ist Krieg."

Frühere Schule überfallen

Mit Gewehren, Sprengfallen und Rauchbomben bewaffnet hat der 18-Jährige im deutschen Emsdetten seine frühere Schule überfallen. Im Internet ist ein Abschiedsbrief aufgetaucht, in dem der Amokläufer seine Wahnsinnstat ankündigt (siehe Linkbox). Wie die Obduktion ergab, hat sich der Amokläufer mit einem Schuss in den Mund getötet.

Vier Schüler und ein Hausmeister der Geschwister-Scholl-Schule wurden schwer verletzt. Insgesamt 37 Menschen wurden bei der Wahnsinnstat verletzt. Zahlreiche Polizisten erlitten Rauchvergiftungen, als der Täter Rauchgasbomben in einem Flur der Schule zündete.

Selbstmord nach Angriffen
Der 18-Jährige, der eine Gasmaske trug, war am Vormittag mit zwei abgesägten Gewehren und Sprengfallen am Gürtel zur Pause auf dem Schulhof erschienen und hatte um sich geschossen. Dann stürmte er in das Schulgebäude. Wenig später fanden ihn Spezialeinsatzkräfte im zweiten Stock tot auf dem Boden liegen.

Täter kündigte Racheakt auf Internetseite an

Der Täter, bei dem es sich nach übereinstimmenden Berichten von Mitschülern und Lehrern um einen 18-jährigen Einzelgänger handeln soll, hatte eine Internetseite eingerichtet, auf der in aggressiven und zum Teil wirren Texten Gründe für die Tat und den Freitod schilderte. Den Text im vollen Wortlaut gibt´s in der Linkbox.

Der Autor kündigte dort in einem langen Schreiben an, Rache zu nehmen. An der Schule habe er lediglich gelernt, dass er ein Verlierer sei. "Ein Großteil meiner Rache wird sich gegen das Lehrpersonal richten, denn das sind die Menschen, die in mein Leben eingegriffen haben und geholfen haben, mich dahin zu stellen, wo ich jetzt stehe", schrieb er in einer Art Abschiedsbrief, den die Polizei für authentisch hält. Der Text schließt mit den Worten: "Ich bin weg...".

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