Anhand der Daten der 1996 bzw. 2006 ins All gestarteten NASA-Sonden "SOHO" und "STEREO" konnten die Astronomen den Weg des Kometen über zwei Tage lang verfolgen. Den Flug durch die sehr heiße, aber dünne Korona der Sonne überstand der Komet noch, doch in der sogenannten Chromosphäre, die aus Wasserstoff und Helium besteht, verdampfte er durch die Hitze von rund 100.000 Grad.
"Zum ersten Mal konnten wir einen Kometen so tief in der Korona der Sonne beobachten", berichtet Claire Raftery, die mit ihren Kollegen die Bahn des Kometen, der einen hellen, rund drei Kilometer langen Schweif hinter sich herzog, verfolgte.
Die Bahn des kosmischen Kamikaze-Fliegers lässt vermuten, dass er zur sogenannten Kreutz-Familie gehörte. Diese Gruppe von Kometen sind vermutlich Fragmente eines sehr viel größeren Objektes, das vor mehreren Jahrhunderten beim Umlauf um die Sonne zerbrach.
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