Mo, 21. Mai 2018

Senioren gefährdet

28.01.2011 11:16

Verkehrslärm erhöht Gefahr eines Schlaganfalls

Verkehrslärm steigert laut einer dänischen Studie die Gefahr eines Schlaganfalls. Wohnen Menschen an vielbefahrenen Straßen, so steigt der Untersuchung zufolge das Risiko für einen Hirnschlag deutlich an. Besonders gefährdet sind über 65-Jährige, so Forscher der Dänischen Krebsgesellschaft, die für ihre Studie die Daten von mehr als 50.000 Menschen ausgewertet haben, die in Kopenhagen und Aarhus lebten.

Deren Entwicklung glichen die Wissenschaftler mit Karten ab, die den Verkehrslärm am jeweiligen Wohnort zeigten. Das Resultat: Ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko fanden die Forscher zwar nur bei Menschen ab 65 Jahren. Bei diesen steigerte aber jede Zunahme des Verkehrslärms um zehn Dezibel die Gefährdung um gleich 27 Prozent. Ab einem Schwellenwert von 60 Dezibel nahm das Risiko sogar noch stärker zu. Dieser Schalldruck, dem etwa jeder dritte Teilnehmer ausgesetzt war, entspricht etwa der Zimmerlautstärke beim Fernsehen.

Dauerlärm erhöht auch Herzinfarkt-Risiko
Die im "European Heart Journal" veröffentlichte Studie beweist zwar nicht, dass der Lärm auch tatsächlich die Ursache der Gefährdung ist. Allerdings berücksichtigen die Forscher bei der Auswertung andere Einflüsse wie etwa die Luftverschmutzung am Wohnort oder die Lebensführung der Teilnehmer. Zudem zeigen Studien eindeutig, dass Dauerlärm mit Bluthochdruck und einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko einhergeht.

"Unsere Studie stützt die zunehmenden Belege dafür, dass Verkehrslärm ein ganzes Spektrum von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslöst", sagt Untersuchungsleiterin Mette Sörensen. "Diese Studien unterstreichen den Handlungsbedarf, die Lärmbelastung von Menschen zu verringern."

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