Krieg mit Maschinen
US-Kampfroboter zielte auf die eigenen Soldaten
Bei einer RoboBusiness-Konferenz in Pittsburgh (im US-Bundesstaat Pennsylvania) wurde nun vor einigen Tagen bekannt, warum die SWORDS-Kriegsmaschinen nicht mehr im Irak eingesetzt werden. Der bei der US-Armee für die Bodentruppen zuständige Direktor, Kevin Fahey, wollte bei der Veranstaltung auf Anfrage zwar nicht mit dem wahren Grund herausrücken, verriet aber immerhin soviel: „Das Gewehr begann sich zu bewegen, wenn das gar nicht beabsichtigt war.“
Im Klartext: Das auf der Kampfmaschine befestigte Maschinengewehr zielte mehrfach auf die eigenen Soldaten, worauf man sich entschlossen hat, den „Stecker zu ziehen“. Es sei zwar niemand verletzt worden, man habe sich auf Grund der Vorfälle aber entschlossen, die Kampfmaschine aus dem Irak abzuziehen, weil für den Fall, dass „wirklich etwas schief“ läuft, es „10 bis 20 Jahre dauern würde, bevor man es wieder versucht“, hieß es weiter.
Die SWORDS-Roboter (SWORDS steht für "Special Weapons Observation Remote Reconnaissance Direct Action System") werden mittels eines Laptops mit Joystick bedient und verfügen über einen Selbstzerstörungsmechanismus. Per Funk werden Bilder von insgesamt vier Videokameras und zwei Nachtsichtgeräten an einen Kontrollstand übermittelt, von wo aus Soldaten die etwa einen Meter hohen Ketten-Fahrzeuge steuern und auf Knopfdruck Schusssalven abfeuern können.
Jede einzelne dieser rollenden Kriegsmaschinen kostet 200.000 Dollar (knapp 130.000 Euro) und sollte in Gebiete vorrücken, die für Soldaten gefährlich sind, und so Hinterhalte im Feindesland entdecken.
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