Tibet-Krise

Peking nennt Toten-Zahlen “vollkommen falsch”

Ausland
07.04.2008 09:12
China hat die von Exil-Tibetern genannten Zahlen zu "identifizierten Toten" bei den Protesten in Tibet und benachbarten Regionen als "vollkommen falsch" bezeichnet. Eine entsprechende, von der tibetischen Exilregierung vor zwei Wochen vorgelegte Liste mit den Namen von 40 Toten sei dazu gedacht, "die von der Dalai-Clique organisierte Gewalt zu verschleiern", meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag.

Die chinesische Polizei habe im Fall von fünf auf der Liste genannten Menschen ermittelt, dass einer noch lebe und die übrigen vier nicht existierten. Zu den übrigen 35, die auf der Liste lediglich mit ihren Wohnorten, aber nicht mit ihren Adressen genannt würden, konnte die Polizei demnach nichts Genaueres herausfinden.

Nach Angaben der tibetischen Exilregierung mit Sitz im indischen Dharamsala starben infolge der Unterdrückung der Proteste durch die chinesischen Behörden mindestens 150 Menschen. Die chinesische Regierung beansprucht dagegen für sich, zurückhaltend auf die Proteste reagiert zu haben. 

Nach ihren Angaben töteten die Sicherheitskräfte niemanden. Die tibetischen Unruhestifter seien dagegen für den Tod von 20 Menschen verantwortlich. Die jeweiligen Angaben lassen sich wegen der von Peking auferlegten Beschränkungen für Reisen von Journalisten in die betreffenden Gebiete nur schwer überprüfen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
07.04.2008 09:12
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung