Wiedergewählt
Montenegros Präsident Vujanovic im Amt bestätigt
Im Rennen um das Präsidentenamt waren vier Kandidaten. Der Kandidat der Serbischen Liste, Andrija Mandic, erhielt laut Cemi 19,3 Prozent der Stimmen, gefolgt vom Vorsitzenden der Bewegung für Veränderungen, Nebojsa Medojevic, mit 17,3 Prozent der Stimmen. Der Präsidentschaftskandidat der Sozialistischen Volkspartei (SNP) bekam demnach 11,3 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung belief sich auf rund 68 Prozent.
Vujanovic wurde 1954 in Belgrad geboren. Er gehört seit Mitte der 90er Jahre zur Führung der Demokratischen Partei der Sozialisten (DPS). In die Politik trat der Jurist als Schützling des montenegrinischen Präsidenten Momir Bulatovic (1990-97) ein. 1997 wurde Vujanovic Innenminister, von 1998 bis Oktober 2002 war er Ministerpräsident. Daraufhin war er Parlamentspräsident, ehe er im Mai 2003 zum Staatspräsidenten gewählt wurde. In dieser Funktion schrieb Vujanovic im Frühjahr 2006 jenes Referendum aus, bei dem sich die Bürger mehrheitlich für den Austritt aus dem Staatenbund Serbien-Montenegro und die Unabhängigkeit aussprachen.
Er sei geehrt, seinen Landsleuten mitteilen zu können, dass er alles, was er versprochen habe, auch erfüllt habe, teilte der Präsident zu Beginn seines Wahlkampfes mit. Montenegro unterzeichnete im vorigen Herbst ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der Europäischen Union. In Kürze will Podgorica in Brüssel den Status eines EU-Kandidaten beantragen.
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