Lust am Töten
16-Jähriger gesteht zwölf Morde in Brasilien
Wie Medien am Freitag unter Berufung auf die Polizei berichteten, sollen alle Taten in den vergangenen drei Monaten in der von deutschen Einwanderern geprägten Stadt Novo Hamburgo im südbrasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul geschehen sein. In sechs Mordfällen hätten Ermittler die Angaben des Jugendlichen bestätigt, hieß es.
Erschreckende Gefühlskälte
Der 16-Jährige ist am Donnerstag festgenommen worden. Er habe offensichtlich aus nichtigen Gründen getötet, erklärte der für den Fall zuständige Kommissar Enizaldo Plentz. "Der Bursche zeigt überhaupt keine Reue. Seine Gefühlskälte ist erschreckend", sagte der Beamte.
Unter den Ermordeten sei ein Mann, der den Burschen angeschrien habe, sowie ein Jugendlicher, der die Freundin des 16-Jährigen angesprochen habe. Zum letzten Mal tötete der Jugendliche nach eigenen Angaben am Mittwoch. Er durchsiebte dabei laut Polizei einen 39-jährigen Mann mit 20 Schüssen.
Keine Widersprüche
Die Behörden sind überzeugt, dass der Jugendliche keine Morde erfunden hat. "Er verwickelt sich nie in Widersprüche", sagte Kommissar Plentz. Der Bursche sei der Sohn einer Frau, die wegen Drogenhandels verurteilt worden sei. Außerdem sitzen nach Polizeiangaben vier Männer der Familie wegen verschiedener Verbrechen hinter Gittern. Der Anwalt des Jugendlichen wollte vorerst keine Stellungnahme abgeben.
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