"Waisen"-Skandal
Arche-de-Zoé-Kinder werden Eltern übergeben
Die restlichen Kinder sollen dann in den kommenden Tagen nach Tiné und Biltine, ebenfalls im Westen des Tschad, gebracht werden. Fünf Kinder aus dem Nachbarland Sudan sowie ein noch nicht identifiziertes Kind sollen bis auf weiteres in der Obhut des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes bleiben.
UNICEF will über Kinder wachen
Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF will nach eigenen Angaben das weitere Schicksal der zwischen einem und elf Jahre alten Kinder in ihren Familien verfolgen und diese unterstützen. "Die Familien wurden ausgenutzt, falsche Versprechungen wurden gemacht", sagte die tschadische Sozialministerin Ngarmbatina Carmel Sou bei der Feier in Abéché. Arche de Zoé hatte versprochen, die Kinder im Osten des Tschad zu versorgen und zur Schule zu schicken, während sie sie in Wahrheit nach Frankreich ausfliegen wollte.
Die Organisation wollte nach eigenen Angaben Waisen aus der sudanesischen Krisenregion Darfur retten. Überprüfungen zeigten aber, dass die Kinder fast alle aus dem Tschad stammen und Angehörige haben. Sechs Mitglieder von Arche de Zoé wurden im Tschad verurteilt und verbüßen inzwischen in Frankreich ihre Haftstrafe. Der Tschad hatte im Oktober verhindert, dass Arche de Zoé die Kinder nach Frankreich ausfliegt.
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