Tipps für mehr Geld

So erziehst du dich selbst zum Sparen

Wirtschaft
21.10.2010 18:21
Du kommst mit deinem Einkommen mehr schlecht als recht über die Runden? Und am Ende des Monats bleibt kaum etwas übrig, um zu sparen? Mit dieser Herausforderung stehst du garantiert nicht alleine da. Und dennoch: Eine Reserve ist dringend notwendig! Denn hin und wieder kommt es eben vor, dass unerwartete Ausgaben auftauchen. Und diese sollten dich nicht aus der Bahn werfen. krone.at verrät dir, wie du dir selbst beibringen kannst, einen finanziellen Polster anzusparen.

Um zu wissen, wie du sparen kannst, ist es zunächst notwendig, dass du dein Haushaltsbudget kennst. Was zahlst du im Monat an Miete, für Strom und Energie, Telefon, Fernsehen, Internet usw.? Erstelle dir eine Liste deiner Fixkosten. Und hier kannst du das erste Mal ansetzen. Manche deiner Verträge werden sicher schon seit einigen Jahren laufen. Und müssen daher dringend überprüft werden. Ist dein Handytarif noch immer der günstigste? Gibt es vielleicht inzwischen Kombi-Pakete für Internet, Fernsehen und Telefonie, mit denen du in Summe besser aussteigst? 

Auch deine Versicherungsverträge solltest du regelmäßig überprüfen bzw. überprüfen lassen, um sicherzugehen, dass du immer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hast. Je nach Laufzeit deiner Verträge sollte einmal im Jahr oder einmal alle zwei Jahre für alle Bereiche kontrolliert werden, ob dein Tarif noch zu dir passt und du dir nicht doch wieder etwas sparen kannst.

Aber auch bei den variablen Kosten wie z.B. Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung oder Hobbys kannst du dir durch regelmäßige Suche nach Angeboten einiges sparen. Und egal woher die Ersparnis kommt: Sie sollte unmittelbar auf ein Sparkonto fließen, wo sie der Grundstein für deine Reserve ist.

Sanft verpflichten
Auch wenn bei deinen Verträgen alles schon optimal gelöst ist, kannst du dich dennoch zum Sparen überlisten. Ein sehr effektiver Trick ist es, wenn du dir einen Dauerauftrag auf ein zweites Konto einrichtest, der am Anfang des Monats abgebucht wird. Das hat den Vorteil, dass du auf dieses Konto jederzeit zugreifen kannst, jedoch nicht unmittelbar mit einer Bankomatkarte – du schützt dich selbst vor unüberlegten Ausgaben. Besonders geeignet sind für diese Sparvarianten Konten von Direktbanken, die keine Kontoführungsgebühren verlangen und zugleich einen höheren Zinssatz anbieten. Beginne einfach mit einem kleinen Betrag und steigere dich langsam. So bekommst du gut mit, wo deine Schmerzgrenze ist, und baust gleichzeitig nebenbei einen kleinen Sicherheitspolster auf. 

Sparschwein füttern
Ebenso einfach ist folgende Variante: Wer von uns ärgert sich nicht über die Unmengen an Kleingeld in seiner Geldbörse? Mach einfach einmal pro Woche einen „Kassasturz“ und kippe deine Münzen direkt in ein Sparschwein. Du wirst sehen: Wenn du das nächste Mal damit zur Bank gehst, dann freut sich dein Sparbuch über den gewonnenen Betrag – der ganz schöne Ausmaße annehmen kann. Du kannst es auch so handhaben, dass du gezielt alle deine Ein-Euro- oder Zwei-Euro-Münzen sammelst. So werden die Beträge gleich noch attraktiver.

Suchtverhalten abgewöhnen
Auch eine sehr effektive Methode ist es, das Sparen mit dem Abgewöhnen eines Suchtverhaltens zu verbinden. Du rauchst, willst aber aufhören. Dann wirf für jede Zigarette, die du rauchen willst, obwohl du genau weißt, du darfst nicht mehr, einen Euro in dein Sparschwein. Wenn du ganz aufhörst du rauchen, dann spar einfach pro Woche jenen Betrag, den du vorher in Zigaretten investiert hast, auf ein getrenntes Konto ein. Du wirst überrascht sein, welche Mengen hier zusammenkommen. Dasselbe funktioniert übrigens auch für Schokolade...

Gehaltserhöhung nutzen
Besonders leicht ist es zu sparen, wenn du eine Gehaltserhöhung oder Zulagen bekommst. Du hattest das Geld vorher nicht, daher wird es dir in deinem täglichen Leben auch nicht fehlen. Am besten, du sparst deine Gehaltserhöhung direkt in eine Sparform oder auf ein Sparkonto. Und du wirst überrascht sein, wie schnell sich deine Finanzen spürbar verbessern. Damit du dir später größere Wünsche erfüllen kannst.

Auch dein Urlaubs- und Weihnachtsgeld kann dafür genutzt werden, zumindest einen Teil sofort nach Erhalt auf ein Sparkonto zu schieben. Wenn du es brauchst, kannst du ohnehin wieder darauf zugreifen. Allerdings bist du vor spontanen und unüberlegten Ausgaben geschützt. Und hast bald eine ansehnliche Reserve beisammen.

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