Aufgepasst!

So vermeidest du Patzer in deinem Lebenslauf

Wirtschaft
07.03.2008 15:59
Dein Lebenslauf ist deine erste und meist auch einzige Chance, die Tür zu deinem neuen Traumjob zu öffnen. Er vermittelt deinem potenziellen Arbeitgeber den wichtigen ersten Eindruck von dir und sagt viel über dich als Persönlichkeit, deinen Werdegang und auch deine Arbeitsweise aus. Wenn hier Fehler passieren, dann bekommst du das oft in Form einer simplen Absage zu spüren. Wie du grobe Patzer vermeiden kannst, das erfährst du hier.

Standardlebenslauf
Wenn du dir einen Lebenslauf aus Standardformulierungen eines Ratgeberbuches zusammenstellst, dann besitzt das ungefähr so viel Individualität wie eine Glühbirne. Und das merkt natürlich auch der Personalchef. Daher: Weg von Standardformulierungen. Das Grobgerüst sollte natürlich gewisse Punkte beinhalten, wie Daten zu deiner Person, deine berufliche Erfahrung, deine Ausbildung und Spezialausbildung, eventuelle Sprachkenntnisse und weitere Informationen, wie z.B. Aktivitäten, auf die du stolz bist oder Hobbys. 

Jeden dieser Blöcke solltest du allerdings so befüllen, dass er wirklich dich beschreibt. Denn nur so kann der Personalverantwortliche auch wirklich eine Entscheidung treffen. Auch kann es helfen, wenn du deinen Lebenslauf für jede Bewerbung etwas adaptierst und branchenspezifisches Fachvokabular einbaust bzw. auf Stichwörter aus der Job-Anzeige Bezug nimmst. Je schneller man erkennt, dass du gut zu der ausgeschriebenen Position passen könntest, desto besser. 

Zu wenige Details
Du solltest jene Erfahrungen in deiner Vergangenheit besonders betonen, die dich für die ausgeschriebene Stelle qualifizieren. Daher solltest du für diese Bereiche auch Details liefern, damit sich dein zukünftiger Arbeitgeber vorstellen kann, was du geleistet hast. Was war dein genaues Aufgabengebiet in deiner letzten Position, welche Tätigkeiten hast du hier durchgeführt? Welche zusätzlichen Qualifikationen hast du erworben? Auch berufliche Erfolge dürfen nicht fehlen. Du hast etwas geleistet – sei stolz darauf! Denn bist du in diesem Bereich zu schwammig, kann sich das schnell zu einem Nachteil entwickeln.

Zu viel Ehrlichkeit
Wenn du deine derzeitigen privaten Verhältnisse in den Lebenslauf einbauen möchtest, solltest du dies sehr neutral halten. Hast du eine gescheiterte Beziehung hinter dir, so hat dies im Lebenslauf nichts verloren. Begriffe wie „geschieden“, „wieder verheiratet“ oder gar „glücklicher Single“ sind absolut fehl am Platz. Du solltest stattdessen einfach nur „verheiratet“ oder „ledig“ angeben. Daraus kann dir niemand einen Strick drehen. Auch eventuelle Krankheiten oder Auskünfte über deine finanzielle Situation sind absolut tabu.

Achtung bei Hobbys
Wenn du deine Freizeitaktivitäten in deinen Lebenslauf einfließen lässt, dann solltest du dir Gedanken darüber machen, wie diese auf deinen zukünftigen Arbeitgeber wirken. Beschreibst du dich als Energiebündel, und gibst dann als Hobby das Sammeln von Briefmarken an, dann passt dies nicht ins Bild. Du solltest darauf achten, ein authentisches Bild von dir zu zeichnen. 

Sprachkenntnisse ehrlich angeben
Wenn du Fremdsprachen beherrschst, dann solltest du diese auch angeben. Folgende Abstufungen sind bei der Beschreibung deiner Kenntnisse üblich: Muttersprache, fließend in Wort und Schrift, Grundkenntnisse. Allerdings solltest du dabei auch ehrlich sein. Denn sonst kann bei einem Bewerbungsgespräch das böse Erwachen kommen, wenn du auf einmal auf Französisch angesprochen wirst, und außer „Oui“ und „Non“ nichts mehr herausbringst. 

Bewerbungsfoto
Dein Foto sollte nicht älter als ein Jahr sein und professionell wirken. Der Gang zum Fotografen ist hier unumgänglich. Der Platz für das Bewerbungsfoto ist rechts oben. Nach Möglichkeit sollte deine Blickrichtung auf dem Foto gerade oder in Richtung der linken Blatthälfte gerichtet sein. Fotos aus Freizeit oder deiner frühen Jugend sind tabu – du weckst falsche Erwartungen, und spätestens beim Bewerbungsgespräch kommt das böse Erwachen, wenn sich der Interviewer fragt, wo du sonst noch geschummelt hast. 

Lücken im Lebenslauf
Vermutlich hast du in deinem Leben niemals Nichts gemacht. Auch in Zeiten der Arbeitslosigkeit oder eines Mutterschaftsurlaubs hast du irgendetwas getan. Besser, als hier eine Lücke im Lebenslauf zu haben, ist es, zu beschreiben, was du in dieser Zeit gelernt hast: Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität, Durchsetzungsvermögen, Organisation – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesteckt.

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