19 Personen in Haft

Weltweiter Kinderporno-Ring aufgeflogen

Ausland
06.03.2008 18:39
Bei einem Schlag gegen einen internationalen Kinderporno-Ring hat die Polizei 19 Verdächtige festgenommen und große Mengen Bilder und Videos beschlagnahmt. Insgesamt sollen etwa 50 Personen in Europa, Nordamerika und Australien kinderpornografisches Material produziert, beschafft und getauscht haben, wie das Bundeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag im deutschen Wiesbaden mitteilten. Von Festnahmen in Österreich ist im heimischen Bundeskriminalamt (BK) nichts bekannt.

Unter den Verdächtigen sind auch vier Deutsche sowie ein thailändischer Staatsangehöriger, gegen den nun in Deutschland ermittelt wird. Bereits am vergangenen Freitag durchsuchten Beamte des BKA nach 13-monatigen Ermittlungen Gebäude in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. 

Große Mengen pornografischen Materials sichergestellt
Abgesehen von einer Ausnahme seien dabei in allen Fällen bedeutende Beweismittel entdeckt und große Mengen mutmaßlich kinderpornografischer Bilder und Videos sichergestellt worden, erklärten die Ermittler. Allein in einem Fall seien drei Terabyte an Daten beschlagnahmt worden.

Einer der fünf Beschuldigten in Deutschland zwischen 22 und 66 Jahren wurde vorläufig festgenommen, ist jedoch seit vergangenem Samstag wieder auf freiem Fuß. In den USA wurden nach Angaben der Ermittler 14 Tatverdächtige festgenommen, in Großbritannien und Australien jeweils zwei.

Kinder- und Tierporno-Tausch im Web aufgeflogen
Computerspezialisten der Polizei Kempten haben einen großangelegten Tausch von Kinder- und von Tierpornografie im Internet aufgedeckt. Gegen 13 Verdächtige in der gesamten Bundesrepublik wurden Ermittlungsverfahren wegen der Verbreitung von kinder- und tierpornografischen Schriften eingeleitet, teilten die Beamten am Donnerstag mit.

Die Tauschbörse war bei gezielten nächtlichen Internet-Streifen aufgeflogen. Teilweise hätten die Anbieter sogar mehr als 1.000 Bild- und Filmdateien für jedermann zum Herunterladen freigegeben. Dabei seien auch Filme gewesen, in denen Kleinkinder sexuell missbraucht werden. Die Ermittlungen dauern an.

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