Leicht abgebremst

Inflation im Jänner auf 3,3 Prozent gesunken

Österreich
29.02.2008 10:40
Leichte Entspannung an der Preisfront: Die rasante Teuerung hat sich in Österreich im Jänner etwas abgebremst. Die Inflationsrate verringerte sich im Jahresabstand auf 3,3 Prozent, im Monatsabstand sank das Preisniveau sogar um 0,3 Prozent, wie die Statistik Austria am Freitag bekanntgab. Im Dezember hatte die Jahres-Teuerung in Österreich mit 3,6 Prozent ihren bisher höchsten Stand seit über 14 Jahren (Juni 1993) erreicht.

Hauptverantwortlich für die auch im Jänner noch starke Teuerung waren "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" sowie "Verkehr", wobei Nahrungsmittel allein 8,3 Prozent teurer waren als ein Jahr davor und beim Verkehr weiterhin die Treibstoffe als Preistreiber dominierten. Preisdämpfend wirkte der Bereich "Nachrichtenübermittlung".

Nahrungsmittel um 8,3 Prozent teurer
Die Ausgabengruppe "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" hat in Österreich im Jänner mit durchschnittlich 7,6 Prozent etwa drei Zehntel der Inflationsrate verursacht und war damit Hauptpreistreiber im Jahresabstand. Die Teuerung in diesem Bereich war mehr als doppelt so hoch wie die gesamte Inflation (3,3 Prozent). Hauptverantwortlich für diesen massiven Anstieg zeichneten fast ausschließlich die Preise für Nahrungsmittel (+8,3 Prozent), insbesondere jene mit Milch als Ausgangsrohstoff, die zusammen für 0,3 Prozent-Punkte der Inflation verantwortlich waren.

Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich im Schnitt um 16 Prozent (darunter: Käse +22 Prozent, Gouda +29 Prozent, Emmentaler +23 Prozent, Camembert +26 Prozent, Frischkäse +15 Prozent). Vollmilch kostete um 15 Prozent, Schlagobers um 19 Prozent, Sauerrahm um 18 Prozent und Joghurt um 13 Prozent mehr als ein Jahr davor. Eier verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 13 Prozent.

Treibstoffpreise ziehen wieder an
In der Ausgabengruppe "Verkehr", die nach Angaben der Statistik Austria von Freitag ein Fünftel der Gesamtinflation verursachte, stiegen die Preise durchschnittlich um 5,5 Prozent. Zurückgeführt wird diese Teuerung vor allem auf die stark gestiegenen Treibstoffpreise (insgesamt +24 Prozent; Diesel +26 Prozent, Normalbenzin +23 Prozent und Superbenzin +21 Prozent), die allein für 0,8 Prozent-Punkte der Inflation verantwortlich war.

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