Handtuch geworfen
Kasparow kandidiert nicht bei Präsidentenwahl
Ausland
13.12.2007 11:13
Der russische Oppositionspolitiker und frühere Schachweltmeister Garry Kasparow wird wegen formaler Probleme nicht bei der Präsidentschaftswahl im März kandidieren. Wie seine Sprecherin Marina Litwinowitsch am Donnerstag erklärte, hatten die Behörden Kasparows Bündnis "Anderes Russland" mehrfach Steine in den Weg gelegt, um eine Kandidatur zu verhindern. Kasparow hatte zuvor erklärt, dass seine Partei nicht um die Macht kämpfe, sondern dafür, dass echte Wahlen stattfänden.
Kasparow war es in ganz Moskau nicht möglich gewesen, eine Halle für das erforderliche Nominierungsverfahren anzumieten. Donnerstag war der letztmögliche Termin, eine solche Nominierungskonferenz abzuhalten.
Die Regierung habe Druck auf potenzielle Vermieter in Moskau ausgeübt, erklärte Litwinowitsch und fügte hinzu: "Die Behörden haben so viele Hürden wie möglich errichtet, um uns zu stoppen". Kasparow war nach einer Protestkundgebung im November festgenommen und zu einer fünftägigen Haftstrafe verurteilt worden.
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