Keine Lust?

So zähmst du deinen inneren Schweinehund

Wirtschaft
05.01.2010 10:30
Wer kennt das nicht? Gerade nach einem schönen, langen, ruhigen Wochenende fällt das Aufstehen am Montagmorgen besonders schwer. Der Gedanke an Arbeit lässt dich deinen Körper auf eventuelle Anzeichen einer Erkältung durchchecken, nur um Möglichkeiten zu finden, nicht am Arbeitsplatz antreten zu müssen. Dafür verantwortlich ist einzig und allein ein kleines, pelziges, wohlig grunzendes Tierchen, das in dir ruht: dein innerer Schweinehund. Und er möchte, dass du es so bequem und angenehm wie nur möglich hast. Wie du dein Haustier besser in den Griff bekommst, das erfährst du hier.

Dein Schweinehund, nennen wir ihn einfach Waldi, nimmt eigentlich die Funktion deines Beschützers ein. Denn sein Job ist es, dich vor Extremsituationen zu bewahren und dafür zu sorgen, dass du dich wohlfühlst. Allerdings musst du ihn dazu wirklich fest im Griff haben. Denn lässt du die Leine zu locker, verführt er dich dazu zu verschlafen, zu spät zu kommen, viele Kaffeepausen einzulegen, die Dinge einfach schleifen zu lassen. Und damit wird Waldi zu einer ernstzunehmenden Gefahr für deine Karriere. Denn wirklich erfolgreiche Menschen haben auch einen Schweinehund, doch dieser wird nur in seltenen Momenten von der Leine gelassen.

Über- und Unterforderung
Zwei Dinge mag Waldi gar nicht. Das ist zum einen Stress und zum anderen Langeweile. Denn gerade wenn du unterfordert bist, verleitet das dazu, einfach einmal faul zu sein. Nur gewöhnt man sich sehr schnell an diesen Zustand. Dann wieder neuen Antrieb zu finden, ist nicht sehr einfach. Und besonders nach längeren Ruhephasen, wie z.B. einem Wochenende, wehrt sich Waldi vehement dagegen, sein kuscheliges Körbchen zu verlassen.

Doch wie überlistest du deinen Schweinehund am besten? 
Du musst dich selbst zur Arbeit motivieren. Führe dir vor Augen, was du an deinem Job magst. Am besten noch am Sonntagabend vor dem Einschlafen. Denn gute Gedanken sind die beste Vorbereitung auf den kommenden Tag. Auch wenn es manchmal nicht einfach ist, irgendetwas Positives wird dir sicher in den Sinn kommen. Und wenn es nur die Tatsache ist, dass du Geld verdienst oder deine Kollegen wieder siehst. Damit fällt dir das Aufstehen am Montagmorgen schon etwas leichter.

An deinem Arbeitsplatz angekommen, solltest du beginnen, dich zu strukturieren und dir zu überlegen, was heute alles ansteht. Dann beginne mit den Aufgaben, die dir am meisten im Magen liegen. Denn sind diese unangenehmen Brocken einmal weg, hat Waldi weniger Anlass zu knurren und Pausen zu verlangen. Der Rest deiner Arbeit wird dir dann sehr leicht von der Hand gehen.

Finde deinen Antrieb
Das Wichtigste überhaupt ist jedoch deine innere Motivation, der Grund, warum du dich in Bewegung setzt. Äußere Motivation, durch Prämien oder sonstige kleine Belohnungen, sind zwar nett, aber auf Dauer können sie deine Zufriedenheit nicht nachhaltig steigern und dich zu weiterem Tun bewegen.

Du selbst musst wissen, warum du zur Arbeit gehst und warum du ausgerechnet diesen Job machst. Ist es mehr Lebensqualität für dich und vielleicht deine Familie? Ist es Wohlstand? Ist es Unabhängigkeit? Ist es, um eine sinnvolle Aufgabe zu haben? Ganz egal wie dein Grund aussieht, er muss stark sein. Denn wenn Waldi das nächste Mal ansetzt, sich einzurollen und zu streiken, musst du an deinen Grund denken, warum du dich in der Früh aus dem Bett quälst. Und spätestens da musst du wissen, warum du dich aufraffen solltest. Denn wenn nicht, übernimmt dein Schweinehund die Führung. Und dann wirst du nicht sehr weit kommen. 

In kleinen Schritten…
Wenn du dir das nächste Mal denkst, dass du keine Lust hast, etwas zu tun, dann höre in dich hinein, ob es vielleicht nur Bequemlichkeit ist. Und dann versuche, dagegen anzukämpfen. Du wirst sehen, das Gefühl, deinen Schweinehund zu besiegen, ist großartig. Und wenn du es immer wieder schaffst, kannst du richtig stolz auf dich sein. 

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