Leider hatten Sport-BH-Hersteller bisher nur die Möglichkeit, Busenbewegungen mithilfe einfacher, auf der Haut angebrachter Sensoren im Labor zu testen, um die Unterwäsche weiterzuentwickeln. Jetzt haben Forscher der australischen Wollongong-Universität einen Büstenhalter kreiert, der die Sensoren gleich eingebaut hat und somit genau dort messen kann, wo die Bewegung „aufgefangen“ werden sollte.
Die australischen Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch ihren sensorischen BH der Komfort zukünftiger Büstenhalter – besonders für großbusige Frauen - deutlich erhöht werden kann. Erste Tests mit Joggerinnen auf einem Laufband weisen bereits auf einen erhöhten Tragekomfort hin. Langzeitschäden, die durch schlecht sitzende Büstenhalter entstehen können, sollen durch die Forschungsergebnisse verringert werden.
70 Prozent tragen schlecht sitzende BHs
Erst kürzlich hat die britische Sportmedizinerin Joanna Scurr von der Portsmouth University auf das Problem hingeweisen, dass 70 Prozent der Frauen in Großbritannien schlecht sitzende Büstenhalter tragen und deshalb Rücken- und Schulterschmerzen riskieren. Zwischen 45 und 60 Prozent der Frauen leiden außerdem während sportlicher Betätigung unter Brustschmerzen. Werte, die durchaus auch auf das restliche Europa umgemünzt werden können.
Keine alten Büstenhalter horten
Scurr ist der Meinung, dass Büstenhalter unbedingt verbessert werden müssen. Ihr Ratschlag, bis hoffentlich perfekt sitzende Büstenhalter erhältlich sind: Frauen sollten darauf achten, dass ihre Büstenhalter gut passen und dass sie diese Kleidungsstücke nicht zu lange behalten. "Wir haben mit Frauen gesprochen, die ihre BHs seit zehn Jahren haben“, so die Forscherin.
"Beim Sport haben sich jene Büstenhalter besser bewährt, die zwei separate, rund umschließende Körbchen haben." Designs, die die Brüste in den Brustkorb drücken und die Bewegung stoppen, sind wesentlich schlechter. Besonders beim Laufen sollten Frauen laut Scurr unbedingt einen Sport-BH tragen, damit kein Hängebusen entsteht.
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