Pavarottis Wille

Pavarotti-Testament eröffnet

Ausland
18.09.2007 12:22
Das Testament des verstorbenen Startenors Luciano Pavarotti ist jetzt endgültig kein Geheimnis mehr: Der Notar des Sängers, Luciano Buonanno, hat den letzten Willen Pavarottis am Montag verlesen. Das erst vor wenigen Wochen diktierte Dokument bestätigt den Willen des Startenors, seiner jungen Frau Nicoletta Mantovani so gut wie sein gesamtes Vermögen zu hinterlassen.

Laut dem Testament hat Pavarotti die Gründung eines „Trusts“ - eines US-Fonds - beschlossen, das das Vermögen Pavarottis, darunter seine Wohnungen in den USA, seine Farm, seine wertvolle Bildersammlung mit Matisse-Gemälden und seine Restaurants verwalten soll. Als Verwalterin des Trusts wurde die 38-jährige Mantovani ernannt, die somit de facto zur einzigen Erbin von Pavarottis Vermögen aufrückt, das auf zirka 200 Millionen Euro geschätzt wird.

Töchter bekommen maximal jeweils ein Achtel der Millionen
Die drei erwachsenen Töchter, die Pavarotti mit seiner geschiedenen Frau Adua hatte, werden maximal jeweils ein Achtel des Vermögens ihres Vaters erben. Berichte über ein schweres Zerwürfnis im Hause Pavarottis hatten Italien bereits wenige Tage nach dem Tod des „Tenorissimo“ erschüttert. Demnach habe dieser kurz vor seinem Tod geklagt, seine über 30 Jahre jüngere Ehefrau Nicoletta würde ihn quälen und von seinen Freunden isolieren. Außerdem denke sie „immer nur ans Geld“. Daher habe „Big Luciano“ kurz vor seinem Tod ein weiteres Testament aufgesetzt, hieß es. Das hatte er auch – verändert hat er aber darin offenbar nur die Einrichtung des Fonds.

„Läster-Kampagne“ gegen Witwe
Die 38-jährige Witwe des schwergewichtigen Sängers, die vor der Heirat 2003 dessen Sekretärin war, hatte sich bereits jüngst gegen alle Berichte über ein Zerwürfnis im Hause Pavarotti zur Wehr gesetzt. Es gebe eine „Läster-Kampagne“. Sie wolle gegen alle „Schlussfolgerungen und Unterstellungen“ vorgehen, die „die Atmosphäre der Trauerzeit vergiften“. Pavarotti war am 6. September in seiner Heimatstadt Modena gestorben, rund ein Jahr, nachdem die Ärzte ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse entdeckt hatten.

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