Kongress-Anhörung
US-General: Truppenabzug bis Juli 2008
Die Gewalt sei zurückgegangen, obwohl die Zahl von aufsehenerregenden Anschlägen noch immer zu hoch sei.
Zuvor hatten führende Mitglieder der oppositionellen Demokraten einen sofortigen Beginn des Truppenabzugs gefordert und scharfe Kritik an der Führung in Bagdad geäußert.
Nach Angaben von Petraeus ist die bedeutsamste Entwicklung der vergangenen sechs Monate, dass immer mehr Stammesführer gemeinsam mit den US-Truppen gegen Mitglieder des Terrornetzwerkes Al-Kaida vorgingen. Al-Kaida sei noch nicht besiegt, aber angeschlagen, sagte Petraeus.
US-Präsident George W. Bush hatte die Irak-Truppen zu Beginn des fünften Kriegsjahres im März auf 168.000 Soldaten verstärkt, um das Abrutschen des Landes in einen Bürgerkrieg zu verhindern.
"Ich bin überzeugt, dass wir unsere Kräfte bis nächsten Sommer auf das Niveau vor der Aufstockung reduzieren können, ohne die Fortschritte in der Sicherheitslage zu gefährden", sagte der General
Eine weitere Reduzierung der Kampftruppen sei nach Juli zu erwarten, meinte Petraeus. "Nach meiner professionellen Einschätzung wäre es jetzt aber zu früh, dazu Empfehlungen auszusprechen." Die militärischen Ziele der vor sieben Monaten eingeleiteten Aufstockung seien weitgehend erreicht worden.
Petraeus muss während der Anhörung im US-Abgeordnetenhaus Rechenschaft über die Fortschritte im Irak-Krieg ablegen. Der General wies darauf hin, dass seine Aussage weder vom Weißen Haus noch vom Pentagon zensiert worden sei. Nach Anti-Kriegs-Protesten wurden mindestens drei Zuhörer aus dem Saal herausgeführt, in dem die Anhörung stattfand.
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