26.07.2007 14:01 |

Schlechte Ernährung

Wild gewordene Elefanten töteten acht Inder

Wild gewordene Elefanten aus dem indischen Bundesstaat Assam haben acht Dorfbewohner getötet und neun weitere Menschen verletzt. Die Elefanten wurden schließlich von Polizisten erschossen. Die eigentlich zahmen Elefanten seien am Dienstag voller Wut durch fünf Dörfer gerannt und hätten dann die Grenze zum Nachbarstaat Mizoram überquert, berichtete die Nachrichtenagentur IANS und berief sich dabei auf die Naturschutzbehörde. Experten vermuten, die Tier waren schlecht genährt.

Innerhalb eines Umkreises von 40 Kilometern hätten die Tiere in beiden Bundesstaaten zahlreiche Häuser zerstört, sagte ein Vertreter der Behörde. Fünf der Toten seien Frauen.

Erst am Mittwoch sei es einem Polizeitrupp in Mizoram gelungen, die Elefanten zu stellen und zu erschießen. "Ich war gezwungen, den Befehl zu geben, um die Bewohner weiterer Dörfer zu schützen", wurde ein Regierungsvertreter aus Mizoram zitiert. Es solle jetzt untersucht werden, was die Elefanten aus einem Dorf im Distrikt Cachar in Assam so wütend gemacht hat.

Schlechte Ernährung
Experten meinen, dass schlechte Ernährung und Mangel an Arbeit gefangene Elefanten zu solch gewalttätigem Verhalten bringen könnten. Früher wurden gezähmte Elefanten im Nordosten Indiens vor allem beim Transport von Tropenhölzern eingesetzt.

Die strengen Regeln gegen Abholzungen hätten in den vergangenen zehn Jahren auch viele dieser Elefanten arbeitslos gemacht. Ihre Besitzer verdienten oft zu wenig, um die Tiere ausreichend zu ernähren. Nach Schätzungen der Naturschutzbehörde gibt es im indischen Nordosten noch an die 2.500 gezähmte Elefanten. Einige trügen heute Touristen durch den Wald, andere seien in der legalen Holzindustrie eingesetzt.

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