Preisdschungel

Große Preisunterschiede bei Fahrschulen

Österreich
19.07.2007 08:26
Die Arbeiterkammer kritisiert "unüberschaubare" Preisunterschiede bei der Führerschein-Ausbildung in Österreich. Die Unterschiede machen bundesweit bis zu 650 Euro aus, wie eine Untersuchung ergeben hat. Für einen Mehrphasenführerschein sind mindestens zwölf Fahrstunden gesetzlich vorgeschrieben. Wer damit sein Auslangen findet, kann theoretisch mit rund 1.000 Euro wegkommen.

Die Realität ist allerdings oft komplizierter und vor allem teurer: "Der Endpreis des Mehrphasen-Führerscheins ist davon abhängig, wie viele Zusatzfahrstunden sich ein Fahrschüler nehmen muss, um prüfungstauglich zu sein, und wie viel die zweite Phase kostet", erklärte ein AK-Experte.

Eltern und Jugendliche müssen für die Gesamtausbildung laut AK-Berechnung mit durchschnittlich 1.550 Euro rechnen. Hinzu kommen noch Kosten von bis zu 250 Euro für Lernunterlagen, Erste-Hilfe-Kurs, Arzt und Behörden.

Das höchste Preisniveau haben Niederösterreich und Vorarlberg. Zwischen der teuersten Fahrschule in Niederösterreich und der günstigsten in Wien liegen ganze 650 Euro, so die AK. Das Bundesland mit den größten Unterschieden ist Tirol, wo 502 Euro Differenz anfallen.

Auffallend in Kärnten ist wiederum das hohe Preisniveau der Villacher Fahrschulen, so die AK. Die Gesamtausbildung kostet dort im Schnitt 1.690 Euro und ist damit die teuerste in Kärnten: Im 40 Kilometer entfernten Klagenfurt zahlen Führerscheinkandidaten um bis zu 260 Euro weniger. Die größte Auswahl und die günstigsten Fahrschulen gibt es in Wien: Hier reicht die Bandbreite von 1.198 bis 1.583 Euro. Die Daten wurden von der AK bundesweit mit Ausnahme Oberösterreichs in 329 Fahrschulen erhoben.

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