Blutige Gewalt
Brasilien: Razzia fordert 19 Tote
Von Querschlägern seien auch mehrere unbeteiligte Menschen getroffen worden, berichteten Medien. Nach offiziellen Angaben wurden außerdem am Mittwoch zwei Luftabwehrmaschinengewehre, fünf Gewehre, fünf Pistolen, 60 Stangen Dynamit, 2.000 Kugeln, 30 Kilo Kokain und 115 Kilo Marihuana sichergestellt. Vier Männer wurden festgenommen.
Slum seit Mai belagert
Zu den gewalttätigen Auseinandersetzungen war es nach Angaben der Behörden in den Slum-Hügeln des so genannten "Complexo do Alemao" (Gebiet der Deutschen) im Norden der Zuckerhutmetropole gekommen. Die Siedlung aus "Favela"-Hütten wird seit Anfang Mai von der Polizei mit Panzerfahrzeugen belagert. Seitdem sind Schießereien an der Tagesordnung. Dabei waren bis Dienstag bereits mindestens 25 Menschen getötet worden.
Ziel der Aktionen sei die Festnahme gesuchter Drogenbosse sowie die Sicherstellung von Waffen und Rauschgift, erklärte die Polizei. Medien vermuten allerdings, dass die Einsätze mit den Panamerikanischen Spielen zusammenhängen, die vom 13. bis zum 30. Juli in Rio stattfinden. Im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen für die Spiele sollen in den kommenden Tagen 2.000 Elitebeamte der militärischen "Nationalen Sicherheitskraft" (FSN) nach Rio entsandt werden. Zu den Spielen werden mehr als 5.000 Sportler aus 42 Ländern sowie tausende Touristen und Journalisten erwartet.
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