Schwere Vorwürfe

VP-Landtagsabgeordneter trat vor Prozess zurück

Vor 16 Tagen erfuhr er aus der „Krone“, dass er angeklagt wird - gestern legte der Linzer ÖVP-Landtagsabgeordnete Mag. Otto Gumpinger (50) sein Mandat zurück: Er soll als Obmann der „Landlerhilfe“ von 27 eingeschleppten MoldawierInnen 12.150 Euro kassiert - und von 21 Illegalen 19.000 Euro veruntreut haben.

Mehr bleibt nicht übrig im Strafantrag des Linzer Staatsanwalts Mag. Harald Winkler, der ursprünglich in mehr als tausend Verdachtsfällen ermittelt hat. Doch sein 3000-seitiger Akt genügte der Perger Justizministerin Maria Berger (SP), um grünes Licht für den schwarzen Politiker-Prozess zu geben. „Es wurde in keinster Weise interveniert“, betont die Oberstaatsanwaltschaft, „dass die Justiz ohne jede parteipolitische Einflussnahme arbeiten konnte“.

„Weil sich die Vorwürfe derart reduziert haben“, rechnet Gumpinger, für den die Unschuldsvermutung gilt, mit einem Freispruch. Danach könne er in den Landtag zurückkehren, bestätigt ihm Klubobmann Mag. Michael Strugl. Bis dahin werde den Angeklagten ein anderer Landesbediensteter im Landesparlament vertreten - Bundesrat Mag. Bernhard Baier verzichtet aber auf einen zweiten Politikerbezug.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Freitag, 25. Juni 2021
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