Rechtsrutsch
Rechtsrutsch bei Parlamentswahl in Belgien
Stärkste politische Kraft in der Kammer, dem Unterhaus des belgischen Parlaments, werden danach die flämischen Christdemokraten CD&V/NVA mit 30 Sitzen (plus acht). Ihre wallonische Schwesterpartei cdh gewinnt zwei Sitze hinzu und entsendet künftig zehn Abgeordnete.
Größte politische Parteifamilie bleiben aber mit zusammen 41 Mandaten die Liberalen. Im frankophonen Landesteil überholte der liberale MR die Sozialisten und stellt 23 Abgeordnete (minus eins). Ihre flämische Schwesterpartei verlor sieben Mandate und kommt im neuen Parlament auf 18 Abgeordnete. Großer Verlierer sind die Sozialisten: Die frankophone PS sackte um fünf auf 20 Mandate ab, die flämische sp.a sogar um neun auf nunmehr 14 Sitze. Die Grünen im Norden und Süden des Landes verdreifachten ihre Mandatszahl auf zusammen zwölf.
Der ausländerfeindliche Vlaams Belang gewann zwar Stimmen, büßte wegen des komplizierten Wahlsystems aber einen Sitz ein und kam auf 17 Mandate. Neu im Parlament vertreten ist eine nationalliberale Liste mit fünf Abgeordneten. Der frankophone Front National entsendet einen Abgeordneten in Parlament.
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