Fehler haben in unserer Gesellschaft ein negatives Image. Beobachte dich einfach nur einmal selbst: Was ist deine erste Reaktion, wenn du etwas falsch gemacht hast? In vielen Fällen versuchen wir, die Fehler zu vertuschen, damit möglichst niemand etwas davon mitbekommt. Denn Fehler sind ein Zeichen von Versagen. Und wer versagt, ist doch ein Versager, oder? Und mit Versagern hat niemand gerne etwas zu tun, richtig?
Durch ebendiesen Fokus berauben wir uns selbst jedoch einer großen Chance, nämlich aus unseren Fehlern zu lernen, und daran zu wachsen. Denn Fehlleistungen machen uns im Prinzip nur auf Defizite aufmerksam, die wir ohne sie nie bemerkt hätten. So haben wir die Chance, das Defizit zu erkennen, und daraus zu lernen. Denn in Wahrheit sind Fehler kein Zeichen von Versagen. Zum Versager machst du dich nur, wenn du aufgibst, und nicht das Positive an der Situation erkennst.
Was tun, wenn etwas schief gelaufen ist?
Wichtig ist zunächst, dass du sofort nach Lösungen suchst. Steh offen zu deinem Fehler, und scheue dich auch nicht davor, Kollegen bzw. Vorgesetzte um Hilfe zu bitten. Denn nur so können wirklich gute Lösungen gefunden werden, und deine Offenheit spricht für dich. Versuche, dich selbst nicht mit Vorwürfen zu zermürben und möglichst unemotional über die Sache zu denken. Du beraubst dich sonst wichtiger Energien, die du zur richtigen Bewältigung der Situation brauchst. Denn erst wenn die weiteren Auswirkungen des Fehlers gebannt sind, kannst du dich der Analyse widmen. Dieser Schritt ist wichtig, um die Ursachen der unglücklichen Entwicklung kennen zu lernen, und diese in Zukunft zu vermeiden, bzw. anders zu reagieren.
Es sollte bei der Analyse jedoch nicht darum gehen, wem die Schuld an dem Dilemma gegeben werden kann, sondern einfach neutral zu analysieren, welche Entwicklungen zu der entstandenen Situation geführt haben. Denn jeder kann einmal etwas vergessen, oder durch Unachtsamkeit ungenau arbeiten. Gegenseitige Schuldzuweisungen vergiften das Arbeitsklima und machen alles nur noch schlimmer.
Besonders heikel sind Fehler innerhalb von Teams, denn hier ist eine Gefahr besonders groß: ein Mitarbeiter wird meist zum schwarzen Schaf gemacht. Statt jedoch nach Schuldigen zu forschen sollte deine Aufmerksamkeit auf der Schadensbegrenzung und Schadensbehebung liegen. Wichtig ist es lediglich, für die mögliche Fehlerquelle in Zukunft sensibilisiert zu sein bzw. Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Die Erkenntnis nutzen
Wenn du weißt, warum der Fehler zustande gekommen ist, kannst du in diesem Bereich an dir arbeiten und dich verbessern – der Fehler macht dich stärker, hat dich kreativ werden lassen und stärkt dein Rückgrad. Hast du beispielsweise einen wichtigen Abgabetermin versäumt, dann weißt du, dass du dich in Zukunft besser organisieren musst. Du hast nun durch den Fehler die Bedeutung der richtigen Arbeitsmethoden erkannt, und kannst dich in Zukunft mit Hilfe von Planungstools besser organisieren - dadurch wirst du automatisch effizienter und arbeitest zuverlässiger. Das wird auch deinen Vorgesetzten auffallen, und deiner Karriere gut tun.
Das bringen dir Fehler
Je besser du lernst, mit Fehlern umzugehen, desto erfolgreicher wirst du. Denn einerseits verstehst du Kollegen oder Mitarbeiter besser, wenn sie Fehler machen – du wirst zu einem guten Vorgesetzten. Und andererseits wird deine Lösungsorientierung größer – du beginnst, über die richtigen und wichtigen Dinge nachzudenken, da jeder Fehler deinen Fokus auf die entscheidenden Dinge lenkt.
Daher ist eines wichtig: Freue dich über jeden Fehler – denn er ist die nächste Sprosse auf deinem Weg zum Erfolg!
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