Parlamentswahlen
Großer Erfolg für Sarkozy bei Parlamentswahl
Die Sozialistische Partei (PS) erhielt nach Angaben des Innenministeriums 24,7 Prozent der Stimmen. Drittstärkste Kraft wurde mit 7,6 Prozent die Verbindung der bürgerlichen Partei UDF mit der neuen Demokratischen Bewegung (MoDem) von Francois Bayrou.
Die Umfrageinstitute TNS, Ipsos und CSA erwarten, dass die UMP zusammen mit ihren Verbündeten 383 bis 501 der ingesamt 577 Abgeordneten in der Nationalversammlung stellen wird. Für die Linke werden 69 bis 185 Mandate erwartet. Im bisherigen Parlament hatte die UMP 359 Sitze, auf die Sozialisten entfielen 149 Mandate.
Die Wahlbeteiligung erreichte am Sonntag nur 60,4 Prozent. In ersten Analysen wurde dies auf die allgemeine Erwartung zurückgeführt, nach der die Konservativen schon vor dem Sonntag als Wahlsieger feststanden.
Unter den Wahlsiegern der ersten Runde sind Ministerpräsident Francois Fillon und sechs Minister der neuen Regierung. Vier weitere Minister kamen auf 44 bis 49 Prozent der Stimmen und gehen damit als Favoriten in die Stichwahl.
Unterdessen tritt die Sozialistin Ségolène Royal für ein Zusammengehen mit der MoDem im zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag ein. Sie werde deshalb mit Bayrou Kontakt aufnehmen, sagte Royal am Montag im französischen Rundfunk. Im zweiten Wahlgang gehe es darum, "eine exzessive Machtballung in den Händen einer Partei zu verhindern", sagte Royal mit Blickrichtung auf die konservative Präsidentenpartei UMP.
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