09.06.2007 18:30 |

Millionen-Geschäft

Knut bringt Zoo & Firmen Millioneneinnahmen

Dieser junge Eisbär Knut ist ein Goldesel, eine Cashcow, ein Geldsch***er – wie auch immer man ihn bezeichnen möchte: Der im Dezember 2006 geborene Publikumsliebling Knut verhilft dem Berliner Zoo bis zum Jahresende zu Zusatzeinnahmen von gut fünf Millionen Euro! Ingesamt 500.000 zusätzliche Gäste werden wegen „Knuddel-Knut“ in den Berliner Zoo kommen.

Damit dürfte allein der Besucheransturm den Umsatz von zuletzt 12,2 Millionen Euro um rund 2,5 Millionen Euro nach oben treiben. Hinzu kommt der Verkauf von Merchandising-Produkten wie Knut- Postkarten, die „einen mittleren sechsstelligen Betrag“ bringen, wie Uhlig erklärte.

Aber die Knut-Maschinerie läuft noch besser: Noch wichtiger sind künftig die Einnahmen aus Lizenzrechten und Umsatzbeteiligungen an Knut-Produkten. So handelte Uhlich der deutschen Wirtschaftswoche zufolge erst vor wenigen Wochen mit dem amerikanischen Bestsellerautor Craig Hatkoff und dem Kinderbuchverlag Scholastie ein „äußerst attraktives Lizenzgeschäft“ für ein Buch über den Eisbären aus. Mit weiteren Knut-Interessenten aus Japan, Südkorea und den USA führt eine eigens ins Leben gerufene Management-Abteilung des Zoos bereits Gespräche.

Inzwischen erwägt der Zoo sogar die Gründung einer separaten Gesellschaft oder Stiftung, die sich ausschließlich um die Bären-Marke kümmert. Schon jetzt gibt es Knut-Klingeltöne und -Gedenkmünzen, Porzellan-Bären und eine Knut-Bankomatkarte. Plüschtier-Fabrikant Steiff kommt mit den Eisbär-Lieferungen kaum nach. Auch Haribo verkauft seit April einen „Knuddel-Knutsch“ getauften Schaumzuckerbären. Inzwischen produziert der Gummibär-Gigant eine Million Knuts am Tag.