Zu riskant

Trennung siamesischer Zwillinge in USA gestoppt

Ausland
09.06.2007 18:31
Eine riskante Operation zur Trennung zweier am Kopf zusammen gewachsener Zwillinge in den USA ist wegen Komplikationen unterbrochen worden. Weil bei einem der beiden Mädchen das Gehirn angeschwollen und zudem der Blutdruck zu niedrig war, stoppten die Ärzte im "Rainbow Babys and Children's Hospital" in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) den Eingriff nach zwölf Stunden.

Die beiden dreijährigen rumänischen Mädchen Anastasia und Tatiana seien aber wohlauf, sagte der Chefarzt der Klinik US-Medienberichten zufolge. Die Ärzte hoffen nach Angaben des Fernsehsenders CNN, die Operation in etwa zwei Wochen fortsetzen zu können.

Nachdem ein Stück Knochen entfernt worden war, entdeckten die Mediziner den Angaben zufolge bei Anastasia eine Gehirnschwellung, die trotz Medikamenten nicht verschwand. Das Team aus 50 Neurochirurgen habe es deshalb für zu unsicher gehalten, in das Hirngewebe oder die umliegenden Venen zu schneiden, ohne die Gründe für die Komplikationen zu kennen, sagte der Chefarzt. Nähere Aufschlüsse werden nun von medizinischen Tests erwartet.

Die Trennung gilt als sehr riskant, da die Gehirne der beiden Kinder verbunden sind und sich einen Blutkreislauf teilen. Ohne Eingriff würden die Mädchen jedoch aller Voraussicht nach früh sterben, teilte die Klinik mit.

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