Prozess verloren
BP-Chef tritt zurück, weil er einen Mann liebte
Browne, der bei BP seit 1995 die Geschäfte führte, hatte bereits im Jänner angekündigt, sein Amt vorzeitig abzugeben. Bei dem Konzern gilt für Spitzenkräfte eine Altersgrenze von 60 Jahren, die Lord Browne im Februar 2008 erreichen wird. Sein designierter Nachfolger ist der BP-Manager Tony Hayward.
Brownes Ex-Partner Jeff Chevalier, mit dem der BP-Chef, wie jetzt bekannt wurde, vier Jahre lang zusammen war, hatte sich mit privaten Details an Associated Newspapers („Mail on Sunday“) gewandt. Chevalier beschuldigte Browne in dem Prozess, Ressourcen und geheime Informationen von BP missbraucht zu haben. Diese Behauptungen seien „irreführend“ und „fehlerhaft“, sagte Browne, der sich vor Gericht allerdings selbst in Misskredit brachte, als er falsche Auskunft gab, wie er und ein langjähriger Lebenspartner sich kennengelernt hatten.
Rücktritt um Unternehmen Peinlichkeiten zu ersparen
„Ich verneine jede Beschuldigung, dass ich mich BP gegenüber nicht korrekt verhalten habe.“ Sein Rücktritt sei freiwillig, „um dem Unternehmen unnötige Peinlichkeiten zu ersparen“, sagte er. „Während meiner 41 Jahre mit BP habe ich mein Privatleben immer vom Geschäftlichen getrennt. Ich habe meine Sexualität immer als Privatsache angesehen, als etwas, das geheim gehalten wird.“ BP-Chairman Peter Sutherland bedauerte den Rücktritt. „Es ist eine Tragödie, dass er als ehrenhafter Mann unter diesen schmerzhaften Umständen genötigt wird, zurückzutreten.“
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