"Diese Person wird über unseren heiligen Boden gehen - das ist eine Beleidigung für die Maya-Kultur!", sagt der Chef der guatemalischen Maya-NGO, Juan Tiney. Bush wird bei seiner siebentägige Reise am Sonntag in Guatemala eintreffen und im Laufe der Woche neben zahlreichen südamerikanischen Regierungsoberhäuptern und Staatschefs auch mehrere Kulturstätten besuchen.
Kampf den Geistern mit Gebeten und Kräutern
Die Weisen der Maya haben entschieden, dass die Denkmäler, die vor allem Grabstätten sind, nach dem Präsidenten-Besuch von den "bösen Geistern", die ein Mann wie Bush ihrer Meinung nach hinterlässt, gesäubert werden müssen. Die Priester werden mit Gebeten und Kräutern anrücken und ein kleines Feuer entfachen, neben dem sie dann - je nach Grad der "Verunreinigung" - bis zu sieben Stunden rezitieren werden. Die Vertreibung der "bad spirits" sei notwendig, da sonst die Totenruhe der Maya-Vorfahren gestört würde.
Straßenschlachten und Demonstrationen vor Bush-Besuch
Anderswo bereitet man sich auch schon auf die Bush-Reise vor. In Bogota, Kolumbien, haben sich 200 Studenten eine Straßenschlacht mit 300 Polizisten geliefert. Die "Demonstranten" setzten selbst gebastelte Handgranaten ein. Wenig Freundlichkeit erwartet den US-Präsidenten auch in Venezuela, dessen Präsiden Hugo Chavez Bush einst "Teufel" nannte. Dort sind auch die Demonstranten direkter: Bei Straßendemos werden Transparente mit Aufschriften wie "Bush bring dich um und erlöse die Welt von ihrem Leid" getragen. Da bleibt nur eins zu wünschen: Gute Reise, Georgie!
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