Freunde und Verwandte trugen den 40-Jährigen auf seinem Bett aus dem Haus, vom Gehsteig wurde er mit einem Gabelstapler auf einen Lastwagen geladen, um eine Rundfahrt durch seine Stadt Monterrey zu machen. Zur Feier des Tages begrüßte ihn eine traditionelle mexikanische Musikgruppe, eine Mariachi-Band.
"Es ist ein tolles Gefühl, nachdem ich fünf Jahre nicht weg konnte", sagte er. Der ehemalige 550-Kilo-Mann hatte im Jänner 2006 via TV-Show um Hilfe gebeten. Zwei Spezialisten aus Italien und Spanien boten dem fettsüchtigen Mexikaner daraufhin eine Magenverkleinerung an. Uribe begab sich aber in die Hände mexikanischer Ernährungsspezialisten, die ihn mit einer knochenharten Diät von seinem Rekordgewicht herunterbrachten.
Manuel Uribe wiegt noch immer über 300 Kilogramm und kann nicht selbstständig gehen. Zwar hatte er auch schon als 22-Jähriger Übergewicht - damals wog er aber "erst" 130 Kilogramm. Mit der Diät will er erst aufhören, wenn er wieder dieses "Idealgewicht" hat.
Mit einer Stiftung zur Hilfe von übergewichtigen Kranken will Uribe außerdem "denen helfen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen, weil sie nicht die finanziellen Mittel und auch nicht die Informationen haben. Die Fettleibigkeit ist eine Krankheit und ihre Behandlung ist kostspielig." Die Menschen müssten lernen, wie sie sich ernähren müssten, um gesund leben zu können.
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