26.02.2007 10:51 |

Iran/Atomstreit

Atom-Krisengipfel tagt in London

Top-Diplomaten der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschlands beraten am Montag in London über das weitere Vorgehen im Atomstreit mit Teheran. Dazu gehören auch die Verschärfung von Sanktionen - unter anderem sollen Reisebeschränkungen für Mitarbeiter am iranischen Atom- und Raketenprogramm diskutiert werden.

Trotz internationaler Warnungen beharrte der iranische Präsident Ahmadinejad am Sonntag auf seiner Position zum Atomprogramm. „Dieser nukleare Zug hat weder eine Bremse noch einen Rückwärtsgang“, sagte er. „Wir haben sowohl die Bremse als auch den Rückwärtsgang im Vorjahr weggeworfen.“

US-Außenministerin Rice entgegnete, der Iran müsse nicht den Rückwärtsgang einlegen, sondern „einfach nur den Stopp-Knopf drücken“. Sieben einflussreiche islamische Staaten warnten vor einer Eskalation des Konflikts, nachdem US-Vizepräsident Cheney erneut einen Militärschlag nicht ausgeschlossen hatte.Rice appellierte an Ahmadinejad, die Lage nicht zu verkennen. Selbst im Iran gebe es Kritik am eigenen Präsidenten, dass er mit seiner Politik das Land isoliere, sagte sie am Sonntag dem US-Fernsehsender ABC.

Internationale Investoren gingen keine Risiken ein oder setzten ihren Ruf aufs Spiel für ein Land, das sich selbst in einen „Club der Bösen“ manövriert habe. Sollte der Iran die umstrittene Urananreicherung stoppen, dann seien die USA jederzeit und an jedem Ort bereit zu umfangreichen Verhandlungen. Erst in der vergangenen Woche war ein UN-Ultimatum zur Einstellung der Urananreicherung verstrichen.