Kaum Zwischenfälle

Karnevalsparade in Rio friedlich zu Ende

Ausland
20.02.2007 16:53
Begeisterung und Erleichterung zum Abschluss der "tollen Tage" in Rio de Janeiro. Die weltberühmte zweitägige Parade der Sambaschulen ging am Dienstag früh erst kurz vor 7.00 Uhr zu Ende. Die Zunahme der Kriminalität mit mehreren Aufsehen erregenden Verbrechen hatte die "größte Party der Welt" vor ihrem Beginn überschattet. Viele hatten einen Karneval ohne Freudenkundgebungen gefordert.

Mehrere Sambaschulen protestierten beim Umzug gegen Gewalt und Straflosigkeit. Eine Karnevalsbilanz der Polizei gab es zunächst nicht. Medien berichteten aber, Touristen aus Irland, Kanada und China seien Opfer von Raubüberfällen gewesen. Rund 33.000 Beamte sollten bis Mittwoch auf Sonderpatrouille gehen. Insgesamt besuchten nach Behördenschätzung 700.000 Touristen aus dem In- und Ausland die Stadt.

Tolle Bilder von dem Spektakel findest du in der Infobox!

180.000 Zuschauer im Sambodromo-Stadion
Auf den Tribünen des Sambodromo-Stadions versammelten sich an den beiden Tagen insgesamt 180.000 Menschen. Den meisten entgingen zwei nennenswerte Zwischenfälle: Ein Komponist der Sambaschule "Imperio" wurde am ersten Tag nach Medienberichten vom Dienstag während des Umzugs unter dem Vorwurf des Mordes festgenommen. Ein anderer Paradeteilnehmer erlag einem Herzinfarkt. Die schwüle Hitze bei nächtlichen Temperaturen von über 30 Grad war dafür verantwortlich, dass Dutzende vor, während und nach dem Umzug in Ohnmacht fielen.

Die Samba-Schulen aus den "Favela"-Slum-Vierteln Rios gaben auch in diesem Jahr wieder jeweils um die zwei Millionen Euro für die Umzugsvorbereitungen aus. Am Mittwoch ermittelt eine Jury auch den Meister und den Absteiger unter den 13 Samba-Gruppen. 

 

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