05.02.2007 18:31 |

(H)Aut(o)-Krebs

Vielfahrer sind besonders hautkrebsgefährdet

Autofahrer, die besonders viel unterwegs sind, haben ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Ihre linke Körperseite ist auffällig oft betroffen, weil dort die Sonnenstrahlen durch die Seitenscheibe auf die Haut treffen.

Die meisten Windschutzscheiben bieten einen Komplettschutz gegen UV-Strahlen, sie filtern sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen heraus. Die meisten Seitenscheiben blockieren aber lediglich die UVA-Strahlen, die für den Sonnenbrand verantwortlich sind. Für UVB-Strahlen, die tief in die Haut eindringen und Krebs auslösen können, sind sie kein Hindernis. 

In einer Studie der Saint Louis University School of Medicine zeigte sich, dass vor allem Körperregionen, die beim Autofahren der Sonne ausgesetzt waren, zur Ausbildung von Krebsgeschwüren neigten, etwa Kopf, Nacken, Arme und Hände. Es handelte sich um Tumorarten, die sich langsam über die Zeit entwickeln und nicht Folge vereinzelter, intensiver Sonneneinwirkung sind. 

Schuld sind jedoch nicht nur die Seitenscheiben: Männer, die häufig mit offenem Seitenfenster fahren, sind besonders gefährdet. Für Frauen haben die Wissenschaftler diesen Effekt nicht nachgewiesen, die Damen unter den fast 900 untersuchten Tumorpatienten hatten deutlich weniger Zeit hinter dem Steuer verbracht als die Männer.

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