Der Anteil der TeleheimarbeiterInnen in Österreich ist in den letzten fünf Jahren stark gestiegen. Das zeigt eine im November des Vorjahres durchgeführte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Spectra":
Demnach waren im Vorjahr 12 Prozent der österreichischenErwerbsbevölkerung - das sind rund 452.000 ÖsterreicherInnenab 15 Jahren - entweder selbst als TelearbeiterInnen beschäftigtoder kennen jemanden, der mit Telearbeit sein Geld verdient. 1997waren dies nur acht Prozent.
"Die Telearbeit wird weiter zunehmen. In dennächsten Jahren erwarten wir eine weitere Steigerung aufinsgesamt 15 Prozent", erklärte am Freitag Herbert Böhm,Vorstandsmitglied des Arbeitsmarktservice Österreich.
Die Umfrage beweist zudem das gute Image von Telearbeit.62 Prozent der Befragten beurteilten Telearbeit als "gute Sache",26 Prozent waren gegenteiliger Meinung und 12 Prozent unentschieden.
Als Gründe für das positive Image werdendie Vorteile der "Teleheimarbeit" genannt, die überall dortbesonders zum Tragen kommen, wo Beschäftigte in ihrer Mobilitäteingeschränkt sind. So können über Telearbeit beispielsweisebehinderte Menschen oder Bewohner ländlicher Regionen leichterin das Erwerbsleben integriert werden. Die flexible Zeiteinteilungerleichtert zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Telearbeitermöglicht daher vor allem für Wiedereinsteiger undKindergeldbezieher Erwerbsarbeit und flexiblere Arbeitseinteilungund - organisation", so Böhm.
Neuer Arbeitnehmertyp gefragt Die Arbeitszeit als Bewertungsmaßstab fürdie erbrachte Leistung rückt bei Telearbeit in den Hintergrund.Was nunmehr zählt, ist das Arbeitsergebnis. Für dieneue Arbeitsform ist ein neuer Arbeitnehmertyp gefragt:
Voraussetzung für Telearbeit ist eine hoheEigenverantwortlichkeit und Eigenmotivation der Mitarbeiter, dieihre Tätigkeit ohne Anleitung durchführen.
Neben der Fähigkeit zur Selbstorganisationbenötigt der neue Arbeitnehmertyp ein hohes Maß anKommunikationsfähigkeit, um die Transparenz der Arbeitsabwicklungund den Informationsaustausch mit dem Betrieb zu gewährleisten.Durch die Möglichkeit der flexibleren Arbeitseinteilung steigtdie Arbeitszufriedenheit und die Produktivität der Dienstleistung.
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