Blutiger Anschlag
Selbstmordanschlag in israelischem Badeort
Nach Angaben der israelischen Polizei handelte es sich um den ersten Selbstmordanschlag in Israel seit dem 17. April 2006. Dabei waren neun Menschen getötet worden. Der jüngste Anschlag war der zehnte seit einer einseitigen palästinensischen Waffenruheerklärung vom Februar 2005.
Ein Sprecher der palästinensischen Hamas-Organisation verteidigte den Anschlag als "berechtigten Widerstand" gegen Israel. Fawzi Barhoum sagte, das Attentat sei eine "natürliche Antwort" auf die israelische Politik im besetzten Westjordanland und gegenüber dem Gaza-Streifen, sowie auf den Boykott der palästinensischen Hamas-Regierung. Solange es eine Besetzung gebe, sei Widerstand gerechtfertigt.
Die US-Regierung hat die palästinensische Regierung wegen des Terroranschlags scharf kritisiert. "Die Last der Verantwortung zur Verhinderung von solchen Terroranschlägen liegt bei der palästinensischen Regierung", hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses in Washington. Ein Versagen bei der Terrorbekämpfung würde zwangsläufig die Beziehungen zwischen der palästinensischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft beeinflussen und "die Bestrebungen des palästinensischen Volkes nach einem eigenen Staat untergraben".
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