Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, damit nimmt auch das Infektionsrisiko Fahrt auf. Über Impfungen sollte man am besten schon vor der ersten Welle nachdenken.
Noch hat es draußen rund 20 Grad, doch der Herbst naht und damit auch geringere Temperaturen und der Anstieg von Krankheiten. Daher ist es ratsam, sich rechtzeitig über nötige Impfungen zu informieren – und nicht erst dann, wenn im Meeting alle husten oder alle in der Familie mit Fieber im Bett liegen.
Grippe-Impfung grundsätzlich empfohlen
Die jährliche Influenza-Impfung wird zum Beispiel für alle Personen ab sechs Monaten empfohlen und ist besonders für Über-60-Jährige oder Personen mit bestimmten Vorerkrankungen wichtig. Idealerweise sollte man sich die Grippe-Impfung im Herbst holen.
Sie ist grundsätzlich kostenlos bei teilnehmenden Hausärzten oder Impfstellen (am besten anrufen und nachfragen). Die Impfstelle der Stadt Graz beginnt mit ihrer Aktion heuer am 5. Oktober. Termine sind vorab zu vereinbaren. Die Aktion geht, so lange der Impfvorrat reicht.
Gerade im höheren Lebensalter sollte man nicht erst dann über Impfungen nachdenken, wenn die nächste Infektionswelle bereits begonnen hat.

Andrea Grisold, Medizinerin
Bild: Med Uni Graz
Auch die Covid-Impfung wird insbesondere für Menschen ab 60 Jahren oder mit erhöhtem Risiko empfohlen. „Gerade im höheren Lebensalter sollte man nicht erst dann über Impfungen nachdenken, wenn die nächste Infektionswelle bereits begonnen hat“, sagt Andrea Grisold, Leiterin des Bereichs Klinische Mikrobiologie, Krankenhaushygiene und Impfungen der Med Uni Graz.
Höheres Risiko im Alter oder mit Vorerkrankung
Auch für Gürtelrose und Pneumokokken gilt: Das Risiko nimmt im Alter zu. In beiden Fällen ist eine Impfung für Personen ab 60 Jahren oder ab 18 Jahren, wenn ein erhöhtes Risiko besteht, in Österreich kostenlos. Pneumokokken sind Bakterien, die Lungenentzündungen oder andere schwere Infektionen verursachen können. Bei Gürtelrose sind typische Anzeichen schmerzhafte Hautveränderungen entlang eines Nervs. Für RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) wird die Impfung ab 60 Jahren allgemein empfohlen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem.
Mehr FSME-Erkrankungen als im Vorjahr
Regelmäßig kontrollieren sollte jeder in seinem Impfpass auch, ob der Schutz gegen FSME noch aktiv ist – und rechtzeitig vor der nächsten Zeckensaison seine Impfung planen. Denn: In Österreich sind in diesem Jahr bereits mehr FSME-Erkrankungen aufgetreten als im gesamten Vorjahr. Das hat der Verband der Impfstoffhersteller – mit Daten des Zentrums für Virologie der MedUni Wien – am Montag mitgeteilt.
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