Im Fernsehen
Irving nennt Auschwitz eine “Touristenattraktion”
Der Begriff "Holocaust" sei 1975 erfunden worden, um die Tragödie der Juden propagandistisch auszuschlachten, so Irving. Ohne Zweifel hätten die Nazis Millionen Juden getötet, das sei sicherlich geschehen, aber nicht in Auschwitz, sondern anderswo. Es habe dort Esten, Ukrainer, aber nicht notwendigerweise Juden gegeben. Es gebe über andere Lager "überzeugendere Dokumente als über Auschwitz", sagte Irving unter Leugnung der wissenschaftlich gesicherten Fakten.
Er sei in vieler Hinsicht "skeptisch", die Historiker hätten zu viel Angst, tiefer gehende Forschungen anzustellen, weil sie dann im Gefängnis landen könnten, meinte Irving, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden war. Er kam Ende Dezember des Vorjahres nach 13 Monaten frei, die Reststrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Irving wurde aus Österreich ausgewiesen, er kehrte nach Großbritannien zurück.
Zum Vorstoß des italienischen Justizministers Mastella, die Leugnung des Holocaust auch in Italien unter Strafe zu stellen, meinte Irving, dieser sei ein Opfer der "jüdischen Lobby in Rom". Er wolle nur deren Stimmen kaufen. Irving beklagte sich darüber, dass der italienische Verlag Mondadori im Gegensatz zu früher seine Bücher nicht mehr veröffentliche, weil er unter Druck stehe. "Meine Feinde versuchen alles, um mein Leben zu zerstören. Aber ich bin stolz darauf, weil das heißt, dass sie in mir einen Gegner sehen, den sie fürchten", fügte er hinzu.
Nach Überzeugung international anerkannter Historiker verloren etwa sechs Millionen Juden unter der Herrschaft der Nationalsozialisten (1933-45) ihr Leben. Allein in Auschwitz wurden rund eine Million von ihnen ermordet beziehungsweise gingen an unmenschlichen Bedingungen zu Grunde. Zuletzt hatte der Iran im Dezember des Vorjahres versucht, mittels einer Konferenz von Holocaust-Leugnern in Teheran diese Zahlen in Zweifel zu ziehen.
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